Glaubenssachen

Tun, machen - oder lieber einfach lassen?

Sonntag, 11. Juli 2021, 08:40 bis 09:00 Uhr

Eine Frau hält die Arme ausgebreitet und guckt fragend. © picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/ADR Foto: McPHOTO/ADR

Über den Fatalismus als Glaubenshaltung
Von Susanne Krahe

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", heißt es. Die meisten Religionen fordern von ihren Anhängern und Institutionen vor allem tatkräftiges Engagement. Helfen und Handeln gelten als Zeugnis für Glaubwürdigkeit. Sie können aber auch zu einem trügerischen Machbarkeitswahn anstacheln. Spätestens, wenn alle Bemühungen vergeblich zu bleiben drohen - wie etwa bei einer Pandemie - drängen sich "Schicksal" oder "Fügung" als Deutungsmuster für eigene Hilflosigkeit auf. Auf den ersten Blick scheinen sie alle hyperaktiven Handlungsimpulse zu bremsen. Doch wie "resignativ" ist Fatalismus wirklich?