Das Gespräch

Romanautor Björn Stephan: Ostdeutsch sein damals und heute

Sonntag, 13. Juni 2021, 13:00 bis 13:30 Uhr

Autor Björn Stephan © Björn Stephan Foto: Mario Wezel

"Was bedeutet es heute noch, ostdeutsch zu sein?" Als sich Björn Stephan diese Frage stellte, war dem preisgekrönten Reporter schnell klar: Nicht journalistisch suche ich Antworten, ich versuch's literarisch! Das Ergebnis heißt "Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau" - ein turbulenter, witziger und emotionaler Coming of Age-Roman, bei dem im Hintergrund ein bisschen Wolfgang Herrndorf, ein bisschen auch John Green und J.D. Salinger Pate stehen.

"Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau": Abenteuer Nachwendezeit

Björn Stephan erzählt vom großen Abenteuer dreier Jugendlicher in der Nachwendezeit. Im Plattenbauviertel einer Stadt (unter der man sich, wenn man mag, Schwerin vorstellen kann) werden sie politisch und emotional auf die Probe gestellt – und stehen einigermaßen ratlos vor der Sprachlosigkeit der Älteren, die vom neuen Leben im neuen Staat völlig überfordert sind.

In Schwerin wurde Björn Stephan 1987 geboren, hat sich darum lange als "Norddeutscher" empfunden. Wie er dann aber zum "Ostdeutschen" wurde und diese Zuschreibung mit ganz eigenem Inhalt füllte - davon erzählt er ausführlich in der Sendung "Das Gespräch".

Weitere Informationen
Stefam Heym spricht 1989 am Berliner Alexanderplatz. © imago images / Jürgen Ritter Foto: Jürgen Ritter

Die ostdeutsche Literatur nach der Zeitenwende

Vor dreißig Jahren wurden Ost- und Westdeutschland wiedervereinigt. Wie steht es um die ostdeutsche Literatur - 30 Jahren nach der Einheit? Eine vorläufige Bilanz. mehr

Eine Familie überquert im November 1989 mit Einkaufstüten einen geöffneten Grenzübergang zwischen DDR und BRD. © dpa - Bildarchiv Foto: Wolfgang Weihs

30 Jahre Einheit - 30 Jahre Neuland

Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ändert sich für die Ostdeutschen alles. Ihr Alltag: Neuland. Ein Dossier. mehr