Stand: 22.07.2016 09:22 Uhr

Strom sparen ohne Standby-Modus

Computer, Fernseher, Router: Viele Elektrogeräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie gar nicht benutzt werden - im sogenannten Standby-Modus. Ein Fernseher allein kann auf diese Art und Weise pro Jahr Kosten von rund 40 Euro verursachen. Im Schnitt zahlt ein Haushalt laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online jährlich 115 Euro für den Standby-Betrieb von Geräten zu Hause.

So prüfen Sie den Standby-Verbrauch

Stehen auch in Ihrem Haushalt Geräte, die das Budget unnötig belasten und Strom verschwenden? Das lässt sich ganz einfach prüfen, am besten jetzt in der Urlaubszeit. Einfach kurz vor der Reise und danach den Zählerstand notieren. Liegt der Dauerstromverbrauch während der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag, lohnt es sich zu handeln.

Stecker ziehen oder Steckdosen mit Schalter nutzen

Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter, der gerade betätigt wird. © fotolia.com Foto: rupbilder
Praktisch, schnell und einfach zu bedienen. Mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste können Sie Ihren Stromverbrauch regulieren.

Experten empfehlen, Geräte, die keinen Ausschaltknopf für den Standby-Modus haben, an eine Steckdosenleiste mit Schalter anzuschließen oder den Stecker bei Nicht-Nutzung, etwa während des Urlaubs - ganz zu ziehen. Das schützt die Geräte zusätzlich vor Blitzeinschlag und Überspannung. Beim Kauf neuer Geräte sollte man darauf achten, dass sie sich komplett vom Stromnetz trennen lassen.

Stromverbrauch dauerhaft überwachen

Wer den Stromverbrauch einzelner Geräte gezielt prüfen oder seinen Verbrauch dauerhaft im Auge behalten möchte, kann dazu ein spezielles Messgerät oder ein sogenanntes Smart Meter nutzen. Das ist ein Gerät, das eine Funkverbindung oder das Internet zur Übertragung der Messdaten nutzt und auch den Verbrauch von Geräten ohne Netzstecker wie etwa Durchlauferhitzer ermitteln kann.

Stromfresser sind übrigens auch alte Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Der Kauf eines neuen sparsamen Gerätes lohnt sich deshalb, nach einigen Jahren hat man den Kaufpreis durch die eingesparten Stromkosten kompensiert.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 30.03.2016 | 19:30 Uhr

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