Arbeitsgeräte mit Akku oder Kabel: Was ist besser?

Stand: 18.03.2022 12:37 Uhr

Immer mehr Geräte werden mit Akkus oder Batterien betrieben. Verbraucher sollten aber genau hinschauen, ob sie teurer und schädlicher für die Umwelt sind.

Ob Rasenmäher, Staubsauger oder Heckenschere: Der größte Vorteil von Geräten mit Akku ist das freie Arbeiten ohne lästiges Kabel. Die Unabhängigkeit vom Netzstrom wird allerdings oft mit Nachteilen erkauft. So kosten vergleichbare Geräte ohne Kabel gegenüber der herkömmlichen Variante spürbar mehr, da der Akku ein teures Bauteil ist. Muss das Gerät - wie eine Heckenschere - gehalten werden, schlägt auch das höhere Gewicht negativ zu Buche.

Akku-Geräte für große Flächen nur bedingt geeignet

Gleichzeitig ist die Arbeitszeit begrenzt. Besonders Geräte, die viel Strom verbrauchen, halten nicht lange durch. Wer etwa große Rasenflächen mähen oder eine lange Hecke stutzen möchte, muss meist eine Pause einplanen, um den Akku wieder aufzuladen. Oder man muss sich zusätzliche Wechselakkus anschaffen, um damit im Austausch nachladen und arbeiten zu können.

Oft schlechte Umweltbilanz

Die Herstellung von Akkus und Batterien erfordert viel Energie und wertvolle Rohstoffe. Auf der anderen Seite ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Akkus sind Verschleißteile und verlieren nach einigen Hundert Ladezyklen spürbar an Leistung. Ab 1.000 bis 1.500 Durchgängen gelten sie als verbraucht. Tipp: Gängige Lithium-Ionen-Akkus halten am längsten, wenn sie nicht unter 20 Prozent der Kapazität entladen und nicht auf mehr als 80 Prozent aufgeladen werden.

Hohe und tiefe Temperaturen vermeiden

Auch Hitze und Kälte setzen Akkus zu. Nicht nur sehr hohe Temperaturen - etwa in der prallen Sonne - schaden ihnen. Werden sie bei Temperaturen unter null Grad gelagert, sinkt die Leistung und sie müssen häufiger geladen werden. Generell benötigen Akkus beim Laden mehr Energie, als sie später abgeben können.

Entladung auch ohne Gebrauch

Gerade in Geräten, die selten benutzt werden, benötigen Akkus Pflege, denn sie entladen sich langsam und altern. Um sie fit zu halten und vor gefährlicher Tiefentladung zu schützen, sollten sie regelmäßig nachgeladen werden - aber nicht auf 100 Prozent der Kapazität. Am geringsten ist der Verschleiß, wenn sie zu etwa 60 Prozent gefüllt sind.

Große Arbeitsgeräte besser mit Wechselakku kaufen

Wer Rasenmäher, Staubsauger oder andere Geräte mit Akku kauft, sollte darauf achten, dass sich der Stromspeicher austauschen lässt. Sonst landet später das ganze Gerät im Elektroschrott, obwohl nur der Akku defekt ist. Solche Geräte mit Wechselakku können sogar eine bessere Umweltbilanz haben als Produkte mit Kabel.

Beispiel Staubsauger: Bei einem Vergleich von Akku-Staubsagern mit Kabelgeräten hat die Stiftung Warentest die Ökobilanz der verschiedenen Gerätetypen nach zehn Jahren Laufzeit miteinander verglichen. Bei der Berechnung der Ökobilanzen ist das Testteam davon ausgegangen, das ein Akkusauger einmal in seinem Saugerleben einen neuen Akku bekommt. Die Akku-Staubsauger hatten die bessere Ökobilanz, denn die Kabelsauger im Test hatten einen viel höheren Stromverbrauch.

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Markt | 21.03.2022 | 20:15 Uhr

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