Stand: 25.05.2020 11:30 Uhr  - Nordmagazin

So finden Sie den richtigen Rasenmäher

von Anneke Müller
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Akku, Kabel oder Benzin? Die Energiequelle ist der entscheidende Faktor beim Rasenmäher-Kauf.

Wer einen gepflegten Rasen mag, sollte das Grün regelmäßig mähen. Beim Kauf eines Rasenmähers haben Gartenbesitzer die Auswahl zwischen Modellen mit Muskel-, Benzin- und Elektroantrieb über Akku oder Steckdose. Welche Antriebsart für die Pflege des Rasens am besten ist, hängt vor allem von zwei Kriterien ab: Wie groß ist die Rasenfläche? Und wie oft soll der Rasen gemäht werden?

Welcher Rasenmäher für welches Grundstück?

Nordmagazin -

Rasentraktor, Akkurasenmäher oder Mähroboter - welches Gerät eignet sich für die Rasenpflege auf dem heimischen Grundstück am besten? Gartenexperte Peter Rasch gibt Tipps.

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Spindelmäher oder Sichelmäher?

Bei Rasenmähern unterscheidet man Sichelmäher und Spindelmäher:

  • Spindelmäher arbeiten mit waagerechten, rotierenden Messerspindeln und schneiden die Halme mit vier bis sechs in sich gebogenen Klingen ab. Das ermöglicht einen sehr präzisen Schnitt.

  • Sichelmäher erzeugen mit ihrem Messerbalken einen stetigen Luftstrom und schlagen die Grashalme mithilfe enormer Fliehkräfte ab. Dabei können die Schnittstellen ausfransen, vertrocknen und dem ganzen Rasen einen Grauschleier verpassen.

Spindelmäher eignen sich besonders für Zierrasen, da sie maximale Grashöhen bewältigen, die in etwa der Hälfte des Spindeldurchmessers entsprechen. Der Rasen muss dadurch aber häufiger gemäht werden als mit einem Sichelmäher. Empfehlenswert sind diese Mäher bis zu einer Rasenfläche von etwa 300 Quadratmetern.

Rasenmäher mit Akku-Antrieb

Besonders beliebt sind batteriebetriebene Rasenmäher. Die meisten werden mit Lithium-Ionen-Akkus auf 36-Volt-Basis betrieben, die für eine Lebensdauer von mindestens 1.000 Ladezyklen ausgelegt sind. Die durchschnittliche Ladezeit beträgt je nach Hersteller und Kapazität zwischen 25 und 250 Minuten.

Die batteriebetriebenen Rasenmäher sind für kleinere Gärten mit einer Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern geeignet. Beim Kauf sollte man beachten, dass die auf der Verpackung angegebene maximale Mähfläche pro Akku-Ladung oft nicht oder nur unter Idealbedingungen erreicht wird.

Akku-Mäher sind eher für eine niedrigere Grashöhe und ebene Flächen geeignet. Dafür sind batteriebetriebene Rasenmäher wartungsärmer, leichter und leiser als Modelle mit Benzinmotor. Sie stoßen keine Abgase aus.

Elektromäher mit Stromkabel

Elektro-Rasenmäher, die an die Steckdose angeschlossen werden, eignen sich für kleine und mittelgroße Flächen. Wegen des Stromkabels sind sie unflexibler als Akku-Rasenmäher. Das Kabel kann besonders bei verwinkelten Rasenflächen oder großem Baumbestand hinderlich sein. Meist sind Kabel-Mäher leistungsstärker als vergleichbare Modelle mit Akku. Ähnlich wie die batteriebetriebenen Rasenmäher stoßen die Kabel-Modelle bei sehr hohem oder feuchtem Gras an ihre Grenzen.

Rasenmäher mit Benzin-Antrieb

Mit einem Benzintank hat man die größte Reichweite im Garten, zudem kommen die Motoren auch mit hohem Gras zurecht. Daher sind Benzin-Rasenmäher auch für große Flächen ab 1.000 Quadratmetern gut geeignet. Als Nachteil erweist sich das höhere Gewicht und der meist höhere Anschaffungspreis. Außerdem sind Benzinmotoren wartungsintensiv: Nutzer müssen regelmäßig den Ölstand prüfen und den Luftfilter säubern. Darüber hinaus sind Benzin-Mäher relativ laut und verursachen umweltschädliche Emissionen.

Mähroboter: Rasen automatisch pflegen

Als Alternative zu herkömmlichen Rasenmähern liegen Mähroboter im Trend. Die Geräte können - je nach Modell - auch große Flächen von bis zu mehreren Tausend Quadratmetern selbsttätig pflegen. Dabei umfährt der Roboter Hindernisse, überwindet Steigungen und lädt sich bei Bedarf von selbst wieder auf. Damit all das problemlos funktioniert, müssen Gartenbesitzer vor der ersten Inbetriebnahme einen Führungsdraht knapp ober- oder unterhalb der Grasnarbe verlegen, der die zu mähende Fläche begrenzt.

Die Messer des Mähroboters häckseln das abgeschnittene Gras sehr klein, so dass es liegen bleiben und als Dünger dienen kann. Ein Nachteil der Roboter ist der hohe Anschaffungspreis. Es gibt aber inzwischen auch ausreichend gute Einsteigermodelle ab circa 350 Euro.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 22.05.2020 | 19:00 Uhr