Stand: 23.07.2019 10:56 Uhr  | Archiv

Neustadt-Glewe: Kleiner Ort mit großer Burg

Luftansicht von Neustadt-Glewe mit Burg und Bootshafen im Sommer. © fotolia.com Foto: avtp
Am Fuß der Burg liegen Sportboote im Hafen.

Neustadt-Glewe hat zwar nur knapp 7.000 Einwohner, besitzt aber eine echte Attraktion: die älteste noch erhaltene Wehrburg Mecklenburgs. Sie ist gleichzeitig eine der am besten erhaltenen Burgen in der Region und das Wahrzeichen der Stadt. Mitte des 13. Jahrhunderts ließ der Graf von Schwerin das trutzige Gebäude errichten, um die Süd- und Südostgrenze seines Herrschaftsgebietes zu sichern.

Ein Museum bewahrt die Geschichte

Burganlage in Neustadt-Glewe © picture-alliance/ ZB Foto: Jens Büttner
Die alte Wehrburg stammt noch aus dem 13. Jahrhundert.

Die Anlage besteht aus der historischen Burg mit Turm und Verlies, einem alten und einem neuen Haus, in dem einst der Herzog residierte, sowie einer Ringmauer mit Wehrgängen. Bis 2006 wurde die Burg vollständig saniert. Ein Museum zeigt ihre Geschichte und die der Stadt sowie verschiedene Sonderausstellungen. Auch die Stadtinformation hat dort ihren Sitz. Vom 5. bis zum 8. Juni 2020 findet das 28. Burgfest mit mittelalterlichen Spielen, Musik und Markt statt.

Reizvolle historische Innenstadt

Auch das Zentrum der kleinen Stadt ist sehenswert, die meisten historischen Gebäude wurden saniert. Das alte Rathaus etwa stammt aus dem Jahre 1806, aus seinem Dach ragt ein verzierter Uhrturm. In unmittelbarer Nähe steht das Neue Schloss von 1720 im Stil der niederländischen Spätrenaissance, in dem sich heute ein Hotel mit Restaurant befindet. Besonderheit des Schlosses sind die aufwendigen, großflächigen Stuckverzierungen an den Decken aus dem 17. Jahrhundert. Die kleine Kirche des Ortes ist ein frühgotischer Backsteinbau mit einem separat stehenden Glockenturm. Prunkstück des schlichten Innenraums ist die hölzerne Kanzel aus dem Jahr 1587.

Wassersportler willkommen

Neustadt-Glewe ist nicht nur ein attraktives Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte, sondern auch für Natur- und Wasserfreunde. Die Müritz-Elde-Wasserstraße, die die Elbe mit der Mecklenburgischen Seenplatte verbindet, führt direkt durch die Stadt. Der Sporthafen im Zentrum unterhalb der Burg bietet Platz für etwa zahlreiche Boote, auch Kanus können dort anlegen.

Das Tor zur Kulturlandschaft Lewitz

Ein Blick von der Gartzer Brücke auf die Lewitz. © NDR Foto: Fred Vorfahr aus Schwerin
Das Landschafts- und Vogelschutzgebiet Lewitz ist von zahlreichen Kanälen durchzogen.

Nur wenige Kilometer vor den Toren der Stadt liegt die Lewitz, eines der größten Landschaftsschutzgebiete Mecklenburgs. Da zahlreiche Wasserwege die Lewitz durchziehen, können Besucher dort auch mit einem Kanu auf Entdeckungstour gehen. Für Wanderungen und Radtouren durch die Natur ist das Gebiet ebenfalls beliebt. Eine Besonderheit sind 32 Fischteiche im europäischen Vogelschutzgebiet nördlich der Stadt. Von der Aussichtsplattform Dütschower Hochbrücke bietet sich ein weiter Blick über die Teiche - mit guten Chancen, seltene Vögel wie See- oder Fischadler zu sehen.

Karte: Neustadt-Glewe

Weitere Informationen
Eichenallee am Störkanal in der Lewitz. © NDR Foto: Ralf Ottmann

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Dieses Thema im Programm:

Die Nordreportage | 29.07.2019 | 18:15 Uhr

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