Stand: 20.09.2019 13:52 Uhr

Orchideen: Die Lieblinge auf der Fensterbank

Lilafarbene Orchideenblüte © picture alliance/imageBROKER Foto: Ingo Schulz
Die Orchideen-Art Phalaenopsis ist besonders beliebt.

Orchideen gehören in Deutschland zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Kein Wunder, denn sie vereinen viele positive Eigenschaften: Sie sehen grazil aus, blühen lange, es gibt sie in vielen attraktiven Farben und Blütenformen und die allermeisten Sorten sind unkompliziert in der Pflege. Die sogenannte Phalaenopsis zählt zu den am häufigsten angebotenen Orchideen. Sie stammt ursprünglich aus dem tropischen Regenwald und gedeiht dort als sogenannte Aufsitzerpflanze, wächst also auf Bäumen.

Vertragen Orchideen pralle Sonne?

In ihrer natürlichen Umgebung haben Orchideen immer ein schützendes Blätterdach über sich. Deshalb sollten sie auch nicht in der prallen Sonne stehen. Ein West- oder Ost-Fenster ist ideal. Die Pflanzen bevorzugen eine eher hohe Luftfeuchtigkeit. Vanda-Orchideen eignen sich deshalb besonders gut für helle Badezimmer. Pflanzenfreunde sollten ihre Orchideen daher regelmäßig mit Wasser besprühen. Das ist besonders wichtig, wenn sich das Fensterbrett genau über einer Heizung befindet.  

Orchideen besser in Wasser tauchen statt gießen

Auch beim Gießen sind Orchideen sehr pflegeleicht. Im Winter sollten die Pflanzen einmal in der Woche aus dem Topf genommen und mit den Wurzeln in abgestandenes oder abgekochtes Leitungswasser getaucht werden, Regenwasser eignet sich noch besser. Im Tauchbad saugen die Wurzeln Wasser auf und speichern einen Vorrat für die nächsten Tage.

Frühestens nach etwa einer Woche, wenn das Substrat trocken und hellbraun ist, brauchen sie wieder Wasser. Ein einfacher Trick hilft bei der Beurteilung: Erscheint die Pflanze beim Anheben ungewöhnlich leicht, braucht sie Wasser. Ist der Topf noch schwer, kann später gegossen werden. In jedem Fall muss das überschüssige Gießwasser ablaufen können.

Blähton erhöht die Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich auch mithilfe von Blähton erhöhen. Dafür die feuchten Kügelchen in einen großen Übertopf geben und dort hinein den kleineren Kunststoffbehälter der Orchidee stellen. Das Wasser verdunstet durch die Wärme in der Wohnung langsam, steigt nach oben und befeuchtet so die Pflanze. Es gibt aber auch spezielle Fensterbank-Sets für Orchideen zu kaufen. Die funktionieren genauso wie der Übertopf mit Blähton, sind nur teurer.

Die richtige Erde und Düngung für Orchideen

Orchideen-Substrat
Orchideen benötigen spezielles Substrat.

Am besten gedeihen die meisten Arten der exotischen Schönheiten in spezieller Orchideenerde. Das Substrat sollte auf jeden Fall luftdurchlässig und grob sein. Wer keinen speziellen Orchideendünger kaufen möchte, kann auch normalen Flüssigdünger verwenden und die empfohlene Menge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen. Die meisten Orchideen sind vom Frühling bis Herbst im Wachstum, in dieser Zeit alle zwei bis vier Wochen düngen. Im Winter sollte man auf Dünger nahezu komplett verzichten.

Verblühte Orchideen schneiden

Verblühte Orchideen blühen meistens wieder. Das gelingt, wenn man nach dem Verblühen den Stiel über dem dritten kleinen Hüllblatt abschneidet. Hüllblätter sind die sichtbaren Verdickungen am Stiel. Ganz wichtig ist es übrigens, dass Orchideen nie neben einem Korb mit reifem Obst stehen. Da strömen nämlich Reifegase aus, die dazu führen, dass die Orchidee ihre Blüten ganz schnell verliert.

Orchideen regelmäßig umtopfen

Alle zwei bis drei Jahre sollten Orchideen neues Substrat bekommen. Es verrottet mit der Zeit und schnürt die Wurzeln nach und nach ein. Da sich die meisten Triebe und Blätter im Frühjahr entwickeln, ist dies ein günstiger Zeitraum zum Umtopfen.

Weitere Informationen
Zwei Orchideen, Orchideenerde und Blumentöpfe auf einem Tisch. © fotolia Foto: svehlik

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Eine lila blühende Orchidee ©  ViardxM./HorizonFeatures/Leemage

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Dieses Thema im Programm:

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