Stand: 29.03.2019 15:23 Uhr  | Archiv

Mit Narzissen den Frühling einläuten

Narzissen in einer Vase © P. Qvist Foto: P. Qvist
Narzissen gibt es vielen Formen und Größen - der Klassiker hat leuchtend gelbe Blüten.

Wenn ab März die ersten Narzissen ihre Blüten öffnen, ist der Frühling nicht mehr fern. Je nach Wetterlage tummeln sich die meist gelben oder weißen Blumen zu Ostern in Gärten und Parks. Daher stammt auch der zweite Name des beliebten Frühblühers: Osterglocke. Ursprünglich stammt die zu den Amaryllisgewächsen zählende Pflanze von der iberischen Halbinsel, sie ist auch heute im Mittelmeerraum weit verbreitet. Im Handel sind etwa 50 verschiedene Sorten erhältlich, die sich in Höhe, Blütenform und -größe unterscheiden. Alle Teile der Pflanze sind giftig.

Tipps zu Standort und Pflege

Ein Flechtkorb voller Frühlingsblumen © NDR Foto: Norbert Brandt aus Neubrandenburg
Narzissen lassen sich gut mit anderen Frühblühern kombinnieren.

Narzissen bevorzugen feuchte und nährstoffreiche Böden, beispielsweise auf dem Rasen, und einen sonnigen Standort. Im eigenen Garten währt die Freude an den Zwiebelpflanzen besonders lange, wenn man früh und spät blühende Sorten in die Erde setzt - dann blühen die Osterglocken etwa bis Mai. Nach der Blüte dürfen die Blätter erst entfernt werden, wenn sie vertrocknet sind, da die Pflanze über die Blätter in der Zwiebel Kraft fürs das folgende Jahr sammelt. Solange die Blätter noch nicht gelb sind, sollten Narzissen zudem gedüngt werden. Um den wenig attraktiven Anblick der verwelkenden Blumen zu verdecken, empfiehlt es sich, sie beispielsweise zwischen früh blühende Stauden zu setzen.

Vorgetriebene Pflanzen für Balkon und Terrasse

Wer Narzissen in Töpfen oder Kästen auf dem Balkon pflanzen möchte, sollte besser vorgetriebene Pflanzen kaufen. Die Zwiebeln mancher Sorten sind relativ frostempfindlich und können im Winter erfrieren beziehungsweise nach dem Auftauen verfaulen. Im Beet sitzen die Zwiebeln tiefer in der Erde und sind besser vor der Kälte geschützt. Dort werden sie im September oder Oktober gepflanzt.

Narzissen durch Teilung vermehren

Ein kleines Mädchen läuft durch ein Feld mit gelb blühenden Narzissen. © dpa Foto: Dominic Lipinski
Narzissen breiten sich mit der Zeit immer weiter aus.

Nach einigen Jahren bilden Narzissen im Beet dichte Büschel, sogenannte Horste. Nach und nach blühen sie dann weniger intensiv und es ist Zeit, die Zwiebeln zu teilen. Das geschieht am besten, nachdem alle oberirdischen Pflanzenteile verwelkt sind. Dann die Zwiebel vorsichtig ausgraben und von der Erde befreien. Neben der ursprünglichen Zwiebel haben sich dann kleine neue gebildet, die vorsichtig mit der Hand abgelöst und neu eingepflanzt werden können.

Wer Narzissen als Strauß zusammen mit anderen Blumen in die Vase stellen möchte, sollte die Osterglocken zunächst für etwa einen Tag in eine separate Vase stellen. Die Pflanzen sondern einen Schleim ab, der andere Blumen schneller welken lässt.

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