Stand: 24.06.2020 17:11 Uhr  - NDR 90,3

Lavendel schneiden, pflanzen und pflegen

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Lavendel sorgt für mediterranen Flair im Garten.

Intensiver Duft und leuchtende Blüten - Lavendel verleiht jedem Garten oder Balkon einen Hauch von mediterranem Flair. Der Halbstrauch ist dabei relativ anspruchslos - vorausgesetzt, er bekommt einen sonnigen und möglichst windgeschützten Standort. Wichtig ist zudem, dass der Boden durchlässig ist und keine Staunässe entsteht. Eine leichte Hanglage oder auch ein Hochbeet bieten sich daher als Standort an. Die Erde sollte eher nährstoffarm und kalkhaltig sein, denn Lavendel liebt es karg. Deshalb muss er in der Regel auch nicht gedüngt werden.

Weitere Vorteile der beliebten Pflanze: Nacktschnecken mögen den Geruch nicht und machen einen Bogen um sie. Bienen, Hummeln und Schmetterlingen bietet sie dagegen Nahrung.

Lavendel im Frühling und Sommer schneiden

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Der richtige Schnitt sorgt für Blütenreichtum und kompakten Wuchs.

Für perfekte Blütenpracht und eine schöne Form sollte Lavendel zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden. Der Schnitt sorgt dafür, dass die Pflanze schön kompakt bleibt und nicht zu sehr von innen heraus verkahlt. Der erste Schnitt sollte im zeitigen Frühjahr erfolgen. Der Zeitpunkt ist nicht ganz einfach abzupassen: Es sollte möglichst keinen Frost mehr geben, der Lavendel darf aber auch noch nicht ausgetrieben haben. Maximal zwei Drittel der Pflanze können abgeschnitten werden. Wichtig: Dabei nicht zu tief ins alte Holz schneiden, am besten ein Stück über dem Austrieb des Vorjahres. Verholzte und vertrocknete Pflanzenteile ebenfalls wegschneiden.

Der zweite Schnitt erfolgt im Sommer, am besten, kurz bevor der Lavendel verblüht. So hat er noch ausreichend Kraft für eine zweite Blüte. Abgeschnitten wird etwa ein Drittel. Auch hier gilt: Nicht ins alte Holz schneiden und frische, junge Triebe stehen lassen. Wer den Zeitpunkt für den zweiten Rückschnitt verpasst, sollte am besten gar nicht schneiden, um Frostschäden zu vermeiden.

Lavendel überwintern

Es gibt weltweit rund 30 Lavendel-Arten und unzählige Sorten. Wer sichergehen möchte, dass der Lavendel ohne Probleme durch den Winter kommt, entscheidet sich für Lavandula Angustifolia, den sogenannten Echten Lavendel. Er ist bis etwa -15 Grad winterhart. Andere Lavendel-Arten sind weniger frosthart und benötigen - je nach Region - Schutz aus Zweigen, Reisig oder Laub. Alternativ sollten sie im Kübel in einem hellen Raum bei etwa fünf bis zehn Grad überwintern.

Beliebte Lavendel-Arten im Steckbrief

  • Echter Lavendel (Kleiner Speik)


    Lateinischer Name: Lavandula Angustifolia
    Winterhart: ja, bis etwa -15 Grad
    Wuchshöhe: etwa 30 bis 50 Zentimeter
    Blütenfarbe: Rosa, Weiß, Purpur-Töne
    Blütezeit: Juli bis September

  • Woll-Lavendel (Silberblatt Lavendel, Wolliger Lavendel)


    Lateinischer Name: Lavandula Lanata
    Winterhart: bedingt, bis etwa -5 Grad
    Wuchshöhe: etwa 50 bis 70 Zentimeter
    Blütenfarbe: Dunkles Purpurviolett
    Blütezeit: Juli bis August

  • Speiklavendel (Großer Speik, Spanischer Lavendel)


    Lateinischer Name: Lavandula Latifolia
    Winterhart: bedingt, etwa -5 bis -10 Grad
    Wuchshöhe: etwa 50 bis 80 Zentimeter
    Blütenfarbe: Graublau
    Blütezeit: Juni bis September

  • Schopflavendel (Arabischer Lavendel, Lavende maritime)


    Lateinischer Name: Lavandaula Stoechas
    Winterhart: bedingt, etwa -5 bis -10 Grad
    Wuchshöhe: 30 bis 100 Zentimeter
    Blütenfarbe: Rosa bis Hellviolett
    Blütezeit: Mai bis August

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Mit Lavendel kochen und würzen

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Eine Frage des Geschmacks: Lavendel kann auch als Gewürz eingesetzt werden.

Lavendel ist ein ausgefallenes Gewürz, passt aber gut zu Süßspeisen und deftigen Gerichten. Wer Lavendel in der Küche einsetzen möchte, sollte zunächst ein bisschen experimentieren. Denn je nach Sorte und Menge kann der Geschmack sehr unterschiedlich ausfallen. Auch getrocknete und frische Blüten unterscheiden sich geschmacklich. In jedem Fall sollte Lavendel sparsam eingesetzt werden, denn der Geschmack ist sehr intensiv und kann ein Gericht schnell zu stark dominieren. Am Häufigsten wird der Echte Lavendel verwendet. Wichtig: Wer Lavendel essen möchte, sollte ausschließlich Pflanzen aus ökologischem Anbau verwenden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Treffpunkt Hamburg | 02.03.2020 | 20:00 Uhr

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