Stand: 02.04.2019 17:18 Uhr

Kartoffeln im Beet und Topf pflanzen

Kartoffeln zählen zu den beliebtesten Nahrungsmitteln und sind sehr gesund. Und aus eigenem Anbau schmecken sie besonders lecker. Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen ist gekommen, wenn die Bodentemperatur mindestens sieben Grad beträgt. Für den Anbau werden spezielle im Fachhandel erhältliche Pflanzkartoffeln verwendet. Alternativ eignen sich Bio-Kartoffeln, sie werden im Gegensatz zu konventioneller Ware nicht mit einem Keimstopp-Mittel behandelt. Da Kartoffeln zum Wachsen viele Nährstoffe benötigen, sollte die Erde - am besten bereits im Herbst - mit Mist angereichert werden. Alternativ beim Pflanzen im Frühling Kompost oder anderen organischen Dünger in den Boden einarbeiten.

Für eine frühe Ernte: Kartoffeln ab Ende Februar vortreiben

Bei Kartoffeln lohnt es sich, frühe Sorten wie "Glorietta" und "Paroli" ab Ende Februar vorzutreiben. Die Ernte erfolgt dann früher, die Anfälligkeit für Krankheiten sinkt und der Ertrag fällt höher aus.

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Frühe Kartoffel-Sorten pflanzen

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Kartoffel-Sorten wie "Glorietta" und "Paroli" können vorgezogen werden und schon ab April ins Beet. Video (03:11 min)

Dafür eine Eierpappe nehmen und in die Vertiefungen Pflanzerde füllen. Alternativ kann auch eine Holzkiste verwendet werden. Die Saatkartoffeln werden bis zur Hälfte in die Erde gesteckt. Anschließend die Kartoffeln für 10 bis 14 Tage an einen 10 bis 15 Grad warmen Platz stellen. Wichtig ist, dass die Frühkartoffeln viel Licht bekommen, beispielsweise auf der Fensterbank eines Kellerfensters oder im Gewächshaus. Sie benötigen einen sandigen und nährstoffreichen Boden, da sie zu den sogenannten Starkzehrern zählen.

Gekeimte Kartoffeln im April pflanzen

Je nach Bodentemperatur können die Kartoffeln etwa Anfang April ins Beet umgesetzt werden. Wenn das Wetter entsprechend ist, können frühe Sorten bereits im März in den Boden. Für die Frühkartoffeln empfiehlt sich eine kleine Anbaufläche, da die Knollen nicht besonders lagerfähig und eher für den täglichen Bedarf geeignet sind. Kartoffeln für den Wintervorrat können später gelegt werden - ob nun eine Rotschalige wie "Laura" oder die kleinen "Bamberger Hörnchen" - hier ist die Auswahl groß.

Der richtige Pflanzabstand im Beet

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Die gekeimten Kartoffeln kommen etwa zehn Zentimter tief in die Erde.

Kartoffeln sollten nur alle vier Jahre an derselben Stelle im Beet wachsen. So wird die Gefahr von Krankheiten reduziert. Gepflanzt wird in einem Abstand von circa 35 Zentimetern. Der Reihenabstand im von Unkraut befreiten Beet sollte etwa 70 bis 80 Zentimeter betragen. Mit den Augen beziehungsweise dem Austrieb nach oben gerichtet, kommen die Kartoffeln etwa zehn Zentimeter tief in die Erde. Tipp: Kartoffeln nie neben Tomaten pflanzen. Die Kraut- und Braunfäule, eine Pilzkrankheit, kann von den Kartoffeln auf die Tomaten übergehen.

Für reiche Ernte Kartoffeln regelmäßig anhäufeln

Der Pflanzgraben ist nicht unbedingt üblich in der Kartoffelzucht. Bei den frühen Sorten ist er aber ratsam, da die Furche so noch mit Kompost aufgefüllt werden kann. Dadurch haben die Kartoffeln genug Nährstoffe und der Boden eine größere Oberfläche, um mehr Sonnenwärme zu tanken. Am Ende kann das Beet noch mit einem Gartenvlies abgedeckt werden, welches für höhere Temperaturen sorgt und somit das Wachstum verbessert. Wenn die ersten Triebe etwa 20 Zentimeter hoch sind, sollten Kartoffeln regelmäßig mit Erde angehäufelt werden. So wird auch vermieden, dass Tochterknollen aus der Erde herauswachsen und durch Fotosynthese grün und ungenießbar werden. Beim Anhäufeln - etwa im Abstand von zwei bis drei Wochen - unbedingt auch Unkraut entfernen.

Den richtigen Zeitpunkt für die Ernte erkennen

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Lassen sich die Kartoffeln nach dem Ausgraben leicht lösen, können sie geerntet werden.

Rund drei Monate nach dem Pflanzen kann die Ernte der Kartoffeln beginnen. Dann beginnt ihre Ruhephase, was sich an gelb-bräunlich und verdorrten oberirdischen Pflanzenteilen zeigt. Zum Testen am besten eine Kartoffelpflanze ausgraben. Lösen sich die Knollen problemlos und lässt sich die Schale mit den Fingern nicht abreiben, ist es Zeit für die Ernte, zum Beispiel mit einer Grabegabel. Wer mag, kann anschließend etwaige Überbleibsel der Kartoffelpflanzen entfernen und ein anderes Gemüse anbauen.

Kartoffeln auf Balkon und Terrasse im Topf anbauen

Wer keinen Garten hat, kann Kartoffeln auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse anbauen, nämlich in großen Gartenkübeln und Eimern. Hierzu einen möglichst hohen und großen Kunststoff-Kübel zehn Zentimeter hoch mit Kies oder Blähton befüllen. Wichtig sind Löcher im Boden, sodass überschüssiges Wasser abfließen kann. Dann folgt eine 15 Zentimeter hohe Schicht aus Blumenerde. Auf die vorbereitete Erdschicht vier Pflanzkartoffeln setzen. Wenn nach kurzer Zeit bei gleichmäßiger Wasserversorgung etwa zehn Zentimeter lange Triebe gewachsen sind, erneut Erde aufschichten, bis nur noch die Blattspitzen herausschauen.

Den Vorgang so oft wiederholen, bis das Pflanzgefäß komplett gefüllt ist. Nach etwa 100 Tagen kann die Ernte beginnen. Dasselbe Schichtprinzip kann auch in Hochbeeten angewendet werden - etwa in kleinen Gärten. Gut geeignet sind Sorten wie Rosa Tannenzapfen, die festkochende La Ratte oder die mehligkochende Sorte Golden Wonder.

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