Stand: 22.09.2019 18:56 Uhr

Tipps für den perfekten Rasen

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Im Frühling sollte der Rasen kurz gemäht werden - so sind Probleme besser zu erkennen-

Einen dichten, grünen und kräftigen Rasen wünschen sich die meisten Gartenbesitzer. Mit dem ersten Wachstumsschub im Frühling beginnt die Pflegephase. Als Erstes muss er gemäht werden. Dafür sollte der Rasenmäher auf die niedrigste Stufe eingestellt werden - der Rasen soll möglichst kurz werden. So erhält man einen guten Überblick über den Zustand der Rasenfläche. Die Stellen, die in der Sonne liegen, sind meistens in Ordnung. In den schattigen Bereichen kann es dagegen oft anders aussehen - Moos hat sich breitgemacht, das am besten mit einem Vertikutierer entfernt wird.

Garten-Doc Peter Rasch hält ein Bündel Gräser in der Hand © NDR

Wildkräuter und -gräser im Rasen

Garten-Docs -

Wenn ein Rasen plötzlich nicht mehr so grün wie gewohnt ist, ist guter Rat gefragt. Garten-Experte Peter Rasch erkennt schnell den Grund für die braunen Flecken: ein Wildgras.

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Der Weg zu moosfreiem Rasen

Die Ursache für Moos ist oft schlechter Wasserabzug durch verdichteten und zu schweren Boden, Schatten, Nährstoffmangel, ein ungünstiger pH-Wert (ideal wäre 5,5 bis 6,5) - aber auch zu tiefes Mähen. Das kurze Gras kommt mit der geringen Blattmasse einfach nicht gegen das schnell wachsende Moos an. Gründliches Belüften des Rasens mit einem sogenannten Aerifizierer und Zugabe von scharfem, mittelkörnigem Sand helfen gegen das unerwünschte Grün im Gras. Ein Kubikmeter Sand reicht für eine Fläche von 100 Quadratmetern.

Vertikutieren entfernt Rasenfilz

Wer in seinem Rasen eine dicke, verfilzte Schicht aus verdorrten Pflanzenresten und Unkraut findet, sollte schnell handeln. Der Rasenfilz verhindert nämlich, dass Licht, Wasser und Nährstoffe zu den Graswurzeln durchdringen können. Die Folge: Die Graspflanzen sterben ab, der Rasen wird braun und unansehnlich. Um ihm wieder lebenswichtige Luft zu verschaffen, ist der Griff zum Vertikutierer sinnvoll. Mit seinen messerähnlichen Haken rupft er Moos und Filz aus dem Rasen, außerdem wird die Bodenoberfläche leicht angeritzt. Jetzt können Wasser und Nährstoffe ungehindert an die Graswurzeln gelangen.

Regelmäßig und nicht zu kurz mähen

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Lieber häufiger mähen, dafür aber das Gras nicht zu tief schneiden - so bekommt der Rasen Kraft.

Für einen schönen dichten, grünen Rasen ist ein regelmäßiger und gleichmäßiger Schnitt sehr wichtig. Hierbei gilt, dass man häufig, dafür aber nur wenig abschneidet. Zwei Drittel der Blattmasse sollten übrig bleiben, denn je höher die Halme sind, desto mehr Photosynthese findet statt. Außerdem wird das Wurzelwachstum positiv beeinflusst - die Wurzeln wachsen tiefer, sind toleranter gegen Trockenheit und können Mineralstoffe besser aufnehmen. Eine gute Höhe für einen Hausrasen sind etwa drei bis fünf Zentimeter.

Für kräftigen Rasen regelmäßig düngen

Während das Gras wächst, darf stickstoff- oder phosphororientiert gedüngt werden. Der erste Wachstumsschub findet von April bis Mai statt. Handelsüblicher Rasendünger enthält 15 bis 20 Prozent Stickstoff, drei bis fünf Prozent Phosphor, acht bis zehn Prozent Kalium, außerdem Magnesium und Eisen. Etwa 30 Gramm auf einen Quadratmeter Rasenfläche reichen aus. Das zweite Mal wird etwa Ende Juni, das letzte Mal im August gedüngt. So ist der Rasen das ganze Jahr über optimal versorgt. Im Herbst kann ein kaliumbetonter Dünger ausgebracht werden. Die Gräser werden so resistenter gegen Frost und Rasenkrankheiten, da die Pflanzenzellen gefestigt werden.

Wildgräser im Rasen schwächen

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Die richtige Rasensaat

Bei der Rasensaat kommt es auf die richtige Mischung an. Hochwertiges Saatgut besteht aus mehreren Sorten. Je mehr Sorten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Gras gut anwächst und auch nach längerer Zeit immer noch schön, dicht und grün ist. Ein Beispiel für eine gute Rasenmischung:

  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne): grob, belastbar, wächst schnell
  • Wiesenrispe (Poa pratensis): dicht, strapazierfähig
  • Rotschwingel (Festuca rubra): fein, langsamwüchsig, verträgt auch tiefes Mähen
  • Straußgras (Agrostis): dicht, fein, weich
  • Schlafschwingel (Festuca ovina): anspruchslos, pflegeleicht

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Dieses Thema im Programm:

Garten-Docs | 23.09.2019 | 21:00 Uhr

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