Rollrasen verlegen: So funktioniert's

Stand: 06.03.2024 12:19 Uhr

Rollrasen ist eine einfache Lösung für frisches Grün im Garten, gerade bei kleinen Flächen. Das Verlegen geht schnell, die Rasenfläche kann gleich belastet werden. Doch die Kosten sind höher.

Rollrasen hat mehrere Vorteile: Das Verlegen geht schneller als das Anlegen eines neuen Rasens. Bei richtiger Pflege hat es Unkraut schwer, sich gegen die starken Graswurzeln durchzusetzen. Und alle, die von Maulwürfen geplagt werden, können die Gelegenheit nutzen, um ein Maulwurfgitter einzubauen.

Rollrasen verursacht höhere Kosten als Aussaat

Rollrasenmatten © picture-alliance/dpa Foto: Patrick Pleul
Eine Rolle für einen Quadratmeter Rollrasen wiegt etwa 15 bis 20 Kilogramm.

Rollrasen zu kaufen ist deutlich teurer, als die Fläche selbst neu auszusäen. Der Preis ist stark abhängig von der Qualität der Soden und den Transportkosten. Etwa fünf bis acht Euro kosten Rollrasensorten pro Quadratmeter. Wer das Verlegen selbst übernimmt, spart zumindest das Geld für einen Gärtner, muss aber ein bisschen Zeit für die Vorbereitung der Fläche investieren. Bei kleinen Flächen kann sich ein Rollrasen dennoch lohnen - etwa wenn Kinder den Rasen häufig nutzen und ausgesäter Rasen nicht ausreichend Zeit zum Wachsen hat.

Fläche für die Verlegung eines Rollrasens vorbereiten

Ohne die richtige Vorbereitung macht es keinen Sinn, Rollrasen zu verlegen. Nur wenn der Untergrund gut vorbereitet ist, kann der Rasen richtig anwachsen. So geht's:

  • Vorhandenen Rasen am besten mit einem Grassodenschneider entfernen. Solch eine Rasenschälmaschine kann man im Baumarkt für circa 70 bis 90 Euro pro Tag ausleihen. Vorteil: Bei diesem Vorgehen wird Unkraut entfernt und die neue Rasenfläche hat die richtige Höhe. Anschließend die alten Soden entfernen und die Fläche harken.
  • Alternativ den Rasen möglichst kurz mähen und mehrfach mit einem Vertikutierer bearbeiten.
  • Die Fläche mit einer Walze bearbeiten.
  • Dünger auf den Untergrund geben und diesen mit einer Harke oberflächlich einbringen.

Die Rasenrollen richtig verlegen

Erst wenn die Fläche vorbereitet ist, sollte der Rollrasen geliefert beziehungsweise gekauft werden. Dann steht dem Verlegen nichts mehr im Weg:

  • Der Rasen sollte möglichst frisch sein und direkt nach dem Kauf verlegt werden.
  • Die Rollrasen-Bahnen möglichst versetzt ausrollen.
  • Abschließend die Fläche noch einmal walzen - am besten quer zur Bahn. So bekommen die Graswurzeln einen guten Bodenkontakt.
  • Wichtig: Den Rasen in den folgenden Tagen gründlich wässern.

Alternative: Vorhandenen Rasen ausbessern

Wer das Geld für einen Rollrasen nicht investieren möchte, sät den neuen Rasen einfach selbst aus. Als Erstes den Rasen auf der tiefsten Stufe mähen. Im nächsten Schritt die Fläche gründlich vertikutieren, dabei wird die Grasnarbe angerissen, um den Boden durchzulüften. Dann Kalk, Rasensaat und Dünger vermischen. Mit einer Forke Löcher in den Boden stechen und anschließend Sand auf der Fläche verteilen. Dieser verhindert die Verdichtung des Bodens und sorgt dafür, dass Wasser besser ablaufen kann.

Dann die vorbereitete Kalk-Saat-Düngermischung auf der Fläche verteilen. Das Ganze noch einmal mit der Harke durcharbeiten und anschließend festwalzen. Die Nachsaat häufig mit reichlich Wasser sprengen. Zehn Tage nach dieser Fitnesskur sollte sich der erste neue Rasen zeigen.

Weitere Informationen
Eine Handvoll Rasensaat © NDR Foto: Udo Tanske

Rasensamen im Vergleich: Welches Saatgut ist das richtige?

Bei der Auswahl und Saat von Rasen gibt es viel zu beachten. Welches Saatgut eignet sich für welchen Zweck? mehr

Moos wird in einer Hand vor einem Rasen gehalten. © picture alliance Foto: Kai Remmers

Moos und Unkraut im Rasen entfernen

Verfilzter Rasen braucht besondere Pflege. Was hilft gegen Moos und Unkraut? Wie saniert man den Boden? mehr

Dieses Thema im Programm:

Rasch durch den Garten | 07.04.2024 | 16:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Zierpflanzen

Rasen

Mehr Gartentipps

Schwarze Flecken und gelbe Rosenblätter zeigen Befall durch Sternrußtau. © NDR Foto: Pia Schmikl

Typische Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge bekämpfen

Vorbeugen, erkennen, bekämpfen: die häufigsten Rosenkrankheiten und Rosenschädlinge und was man dagegen tun kann. mehr

Blaukissen © picture alliance/botanikfoto Foto: Steffen Hauser

Gartentipps für Juli

Im Juli ist Zeit für die Gestaltung, etwa um einen Steingarten anzulegen. Manche Pflanzen können nun geschnitten werden. mehr

Frühlingsblumen in einer Kiste und Übertöpfen © fotolia Foto: Jeanette Dietl

Gartenkalender: Tipps von Januar bis Dezember

Jeden Monat gibt es im Garten etwas zu erledigen. Ein Überblick mit den wichtigsten Tipps, nach Monaten sortiert. mehr