Rasen mähen: So geht's richtig

Stand: 26.04.2021 12:02 Uhr

Ob englischer Rasen oder Spielwiese - damit der Rasen schön grün und dicht wächst, kommt es auch auf das richtige Mähen an. Das Gras muss trocken sein, die Länge des Schnitts hängt vom Standort ab.

Rasen wächst drei bis vier Zentimeter in der Woche. Diese Länge kann man abschneiden. Wer es also genau nimmt und den Rasen optimal pflegen möchte, sollte mindestens einmal in der Woche mähen. In schattigen Lagen darf der Rasen einen Zentimeter länger sein. Nur so können die Pflanzen Sonnenlicht tanken und wachsen gut. Wenn man sie zu kurz schneidet, gibt es Probleme bei der Photosynthese.

Unterschiedliche Längen je nach Rasenmäher und Jahreszeit

Peter Rasch berührt Gras. © NDR Foto: Udo Tanske
Der richtige Rasenschnitt ist immer abhängig vom Zustand des Rasens.

Bei einem Rasenmäher mit Mulch-Funktion ist es besser, zweimal die Woche zu mähen, denn der Rasenschnitt muss möglichst kurz sein. Sonst liegen die abgemähten Halme auf dem Rasen und Licht und Luft kommen nicht gut an die Pflanzen. Das sieht nicht schön aus und steigert die Gefahr von Pilzerkrankungen. Ideal für häufiges Mähen ist ein Mähroboter.

Im Allgemeinen kann der Rasen gerade im Sommer lieber ein bisschen länger sein. Dann verbrennt er nicht so schnell. Die längeren Halme sorgen für Schatten auf dem Boden und die Feuchtigkeit hält sich besser.

Nur trockene und aufgerichtete Gräser mähen

Generell gilt: Nur mähen, wenn der Rasen wirklich trocken ist. Bei einem nassen Rasen gibt es keinen sauberen Schnitt. Auch heruntergetretenes Gras wird ungleichmäßig abgeschnitten. Deswegen vor dem Mähen nicht über den Rasen laufen.

Vor dem Schnitt die Messer des Rasenmähers checken. Wenn man ein schönes Schnittbild möchte, müssen die Messer richtig scharf sein, ansonsten zerschlägt und zerfasert das stumpfe Messer die Halme nur. Für ein sauberes Ergebnis immer die höchste Drehzahl des Mähwerkes nutzen.

Längeres Gras nicht zu stark kürzen und mit dem Hang mähen

Jemand hält eine Graspflanze in der Hand © NDR Foto: Udo Tanske
Gräser sehen aus wie kleine, verzweigte Bäume.

Wenn etwa in der Urlaubszeit der Rasen mal wachsen durfte und etwas länger ist, sollte der Schnitt nicht zu stark ausfallen. Also nicht gleich auf vier Zentimeter herunterkürzen, das bekommt dem Rasen nicht gut. Besser ist der sogenannte Ein-Drittel-Schnitt. Erst mal ein Drittel abmähen und das Grün ein paar Tage später richtig in Form bringen. Wenn man genau hinguckt, sieht eine Rasenpflanze aus wie ein kleiner Baum mit vielen Seitenarmen. Wird sie beim ersten Mal zu kurz geschnitten, braucht sie lange, bis sie wieder durchtreibt und buschig wird.

Wer kleine Hügel oder Hänge auf dem Grundstück hat, sollte nie direkt über den Berg mähen, denn auch das macht den Rasen ungleichmäßig. Richtig ist es, immer quer zum Hang zu mähen.

Spindelmäher erzielen das beste Schnittergebnis

Bei der Wahl eines Rasenmähers gibt es einen guten Grund für den guten alten Spindelmäher: Er liefert das beste Schnittergebnis. Ein Spindelmäher haut das Gras nicht ab, sondern schneidet es. Dadurch erzielt man ein besonders schönes Schnittbild. Außerdem sind Spindelmäher umweltfreundlich und man kann sie auch mal sonntags einsetzen.

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Dieses Thema im Programm:

Rasch durch den Garten | 26.04.2021 | 21:00 Uhr

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