Starke Stücke

Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur und "Boléro"

Dienstag, 24. November 2020, 13:00 bis 14:00 Uhr

Der fanzösische Komponist Maurice Ravel um 1930 am Klavier © picture-alliance / Imagno
Maurice Ravel (1875-1937)

Auf einer Amerikatournee hatte Maurice Ravel den Jazz kennengelernt. Das blieb nicht ohne Folgen für seine eigene Musik: Jazzharmonien finden sich im Klavierkonzert G-Dur wieder. Manches erinnert an Gershwins "Rhapsody in Blue", während andere Passagen baskische und spanische Klänge aufgreifen. Für einen Binnenkontrast von Mozart'scher Klarheit sorgt der zweite Satz. Über die eröffnende Melodie sagte Ravel: "Dieser fließende Ausdruck! Wie ich ihn Takt für Takt überarbeitet habe! Er brachte mich beinahe ins Grab!"

"Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht"

Ähnlich abgeklärt äußerte sich der Komponist über sein bis heute meistgespieltes Orchesterstück, den "Boléro": "Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht - leider enthält es keine Musik." Ursprünglich als Ballett gedacht, ist das einzige Element der Abwechslung das Crescendo des Orchesters. Auf einen Ausruf im Publikum, "Hilfe, ein Verrückter", soll Ravel damals nur trocken erwidert haben: "Die hat's kapiert".

Das Programm

Maurice Ravel

Klavierkonzert G-Dur
NDR Radiophilharmonie
Jean-Yves Thibaudet (Klavier)
Eiji Oue (Leitung)

"Boléro"
Anima Eterna
Jos van Immerseel (Leitung)

Eine Sendung von Philipp Cavert

Weitere Informationen
Dach der Elbphilharmonie in Hamburg © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Ohde

Starke Stücke

Sie überragen die Musikgeschichte - Meisterwerke, die in einzigartiger, genialer Inspiration entstanden. NDR Kultur stellt sonntags, dienstags und donnerstags ein musikalisches Meisterwerk vor. mehr

NDR Kultur Livestream

Klassisch in den Tag mit Philipp Schmid

06:00 - 08:30 Uhr
Live hörenTitelliste