Der Wikingturm in Schleswig mit Booten im Vordergrund. © NDR Foto: Peer-Axel Kroeske

Sanierung Wikingeck Schleswig kann beginnen

Stand: 12.10.2020 13:51 Uhr

Nach jahrzehntelangem Streit darüber, wer die Kosten für die Sanierung des Wikingecks in Schleswig trägt, gibt es Einigung: Der Bund übernimmt den größten Anteil der Kosten.

Aufatmen in Schleswig: Die Sanierung des verseuchten Gebietes rund um den Wikingturm kann beginnen. Das hat am Montag der parlamentarische Staatssektretär Enak Ferlemann während seines Besuchs in Schleswig angekündigt. Rund neun Millionen Euro bezahlt der Bund, sofern die Arbeiten im geplanten Kostenrahmen von 14 Millionen Euro bleiben. Den restlichen Teil, also voraussichtlich knapp fünf Millionen Euro, übernehmen das Land, die Kommune und private Anlieger.

Gelände wegen Teerpappenfabrik verseucht

Seit Jahrzehnten gab es Streit, weil nicht klar war, wem die Wasserflächen gehören und wer dort für die Sanierung aufkommen soll. Noch heute ist das Wikingeck in Schleswig verseucht, weil dort jahrelang Giftstoffe einer ehemaligen Teerpappenfabrik ins Erdreich und in die Schlei liefen. Laut Landrat Wolfgang Buschmann können die Arbeiten nun Anfang kommenden Jahres ausgeschrieben werden. Im Jahr darauf kann die Sanierung dann beginnen.

Der Wiking-Turm in Schleswig an der Schlei © imago/imagebroke

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.10.2020 | 14:00 Uhr

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