Stand: 06.02.2018 17:10 Uhr

Die Brücke schwebt ein: FSG setzt Arbeit fort

Am Dienstag sind die großen Arbeiten auf der Flensburger Werft weitergegangen: Die irische Fähre "W.B. Yeats" hat die zweite Sektion ihres Deckshauses bekommen. Diesmal war der vordere Part mit der Brücke der Fähre dran. Am Montag hatten die Arbeiter mit der Montage auf dem jüngsten Neubau der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) begonnen. Das passierte mit Unterstützung aus den Niederlanden: Zwei von dort angeforderte Schwimmkräne hievten die ersten beiden Teile des Deckshauses auf die Fähre.

"Das komplexeste Schiff der FSG-Geschichte"

Jeder einzelne der insgesamt drei Abschnitte ist laut FSG bis zu 2.000 Tonnen schwer. Kein Problem für die beiden Schwimmkräne: Sie können gemeinsam rund 4.000 Tonnen heben. FSG-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs hatte den Neubau für die Reederei "Irish Feries" beim Stapellauf im Januar als "das komplexeste Schiff der FSG-Geschichte" bezeichnet. Die Fähre ist nach dem irischen Literaturnobelpreisträger William Butler Yeats benannt.

Das größte in Flensburg gebaute Schiff

Die "W.B. Yeats" ist auch das größte Schiff, das jemals in Flensburg gebaut wurde. Die Länge aller Spuren für Lkw, Pkw und Fracht an Bord erstreckt sich zusammengenommen auf zweieinhalb Kilometer. Das Deckshaus mit vier Stockwerken wurde in Polen gebaut und fertig angeliefert. Es soll bis zu 2.000 Gästen Platz bieten. Nach Angaben des zuständigen FSG-Projektleiters ist es etwa zehn Mal so groß wie diejenigen, mit denen die Werft sonst zu tun hat. Deswegen mussten auch die Hightech-Kräne aus den Niederlanden nach Flensburg gebracht werden. Bilder vom Ende der vergangenen Woche zeigen, wie einer der Kräne durch den Nord-Ostsee-Kanal geschleppt wurde. Die 42 Meter hohe Levensauer Hochbrücke zum Beispiel konnte der schwimmende Koloss aufgrund seiner Höhe nur gerade so eben passieren.

Millimeterarbeit mit Hightech-Unterstützung

Ursprünglich wollte die FSG mit den Arbeiten am Ostufer der Flensburger Förde bereits am Sonntag beginnen. Aufgrund des Windes musste die Unternehmung jedoch verschoben werden. Das dritte und letzte der Decksteile soll voraussichtlich Mittwoch auf dem Rumpf der "W.B. Yeats" installiert werden - in Millimeterarbeit und mit Hightech-Unterstützung.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 06.02.2018 | 19:30 Uhr

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