Stand: 20.01.2020 14:14 Uhr

Erste Störche beziehen Nester in der Wesermarsch

Die ersten Störche sind da. So früh wie noch nie, sagt Udo Hilfers, Leiter der Storchenpflegestation Wesermarsch in Berne. In der Region kreisten bereits 30 Tiere auf der Suche nach Nestern. Als Grund für die frühe Ankunft vermutet der Storchenexperte die milden Temperaturen infolge des Klimawandels. Viele seien deshalb womöglich statt bis nach Afrika maximal bis nach Spanien geflogen, sagt Hilfers zu NDR 1 Niedersachsen. Dort brüten bereits die ersten dort beheimateten Störche, das hätten die Störche aus der Wesermarsch offenbar als Signal verstanden, nach Hause aufzubrechen, bevor das Nest belegt ist, sagt Hilfers.

VIDEO: Die ersten Störche sind wieder zurück (3 Min)

Klimawandel bringt Babyboom bei Störchen

Der frühe Aufbruch schade den Störchen nicht. Das Gegenteil sei der Fall, sagt Hilfers. Zurzeit sei der Boden feucht und die Tiere fänden genug Würmer, um ihre Jungen aufzuziehen. Das sorge für einen Babyboom. In Niedersachsen und Bremen haben die rund 1.350 Storchenpaare im vergangenen Jahr rund 2.500 Jungstörche zur Welt gebracht. Die Wesermarsch gilt als die Storchenhochburg Niedersachsens. Störche seien in den vergangenen Tagen zudem im Landkreis Schaumburg, in Bremen und am Seeburger See im Landkreis Göttingen gesichtet. Wenn jetzt trotzdem noch ein strenger Winter käme? Den würden die Störche aushalten, sagt Experte Hilfers.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.01.2020 | 12:00 Uhr

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