Stand: 14.05.2020 19:32 Uhr

Streckenradar erwischt knapp 900 Temposünder

Das Streckenradar "Section Control" steht auf der Bundesstraße 6 zwischen Gleidingen und Rethen bei Hannover. © picture alliance Foto: Peter Steffen
Das Streckenradar "Section Control" ist seit 14. November 2019 wieder in Betrieb. (Archiv)

Ein knappes halbes Jahr nach dem Neustart des bundesweit ersten Streckenradars "Section Control" wurden mithilfe der Anlage bereits zahlreiche Temposünder erwischt. Insgesamt habe es seit der Inbetriebnahme am 14. November 2019 bis einschließlich 3. Mai insgesamt 874 Anzeigen wegen zu schnellen Fahrens gegeben, hieß es aus dem niedersächsischen Innenministerium. Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich zufrieden: Das Radar wirke sich positiv auf die Verkehrssicherheit aus, so der Minister. Seit der Inbetriebnahme im November habe es in dem Bereich lediglich zwei Unfälle gegeben, davon einen Wildunfall.

Interesse aus anderen Bundesländern

Die Anlage an der Bundesstraße 6 bei Laatzen (Region Hannover) misst das Tempo nicht an einer einzelnen Stelle, sondern ermittelt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem gut zwei Kilometer langen Abschnitt. Wegen einer Klage war das Überwachungssystem im vergangenen Jahr kurz nach seiner ersten Inbetriebnahme zeitweise wieder abgeschaltet worden. Ein Rechtsanwalt hatte zunächst erfolgreich datenschutzrechtliche Bedenken angemeldet. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte die Klage Mitte November jedoch auf Grundlage des inzwischen neu gefassten Niedersächsischen Polizeigesetzes abgewiesen. Die Anlage ging danach wieder in Betrieb. Laut Pistorius haben inzwischen auch andere Bundesländer Interesse bekundet: Er werde das Projekt im Herbst auf der Innenministerkonferenz vorstellen, so der Minister.

Weitere Informationen
Ein Strecken-Radar - auch Abstandsradar genannt. ©  dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 14.05.2020 | 18:00 Uhr

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