Ernst August Prinz von Hannover im Verhandlungssaal des Landgerichts Niedersachsen im Jahr 2009. © dpa / picture alliance Foto: Jochen Lübke

Ernst August nimmt österreichisches Gerichtsurteil nicht an

Stand: 26.03.2021 19:22 Uhr

Ernst August Prinz von Hannover hat Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Wels in Österreich eingelegt. Der Welfenprinz war unter anderem zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der 67-Jährige hat Beschwerde wegen Nichtigkeit eingelegt, wie der Österreichische Rundfunk (ORF) berichtet. Damit ist das Urteil nicht rechtskräftig. Von der Staatsanwaltschaft ist noch keine Erklärung zum Urteil bei Gericht eingegangen.

Mehrere Weisungen an Ernst August senior

Das Landgericht Wels hatte Ernst August senior am Dienstag zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt und mehrere Weisungen erteilt. So darf der 67-Jährige in den kommenden drei Jahren nicht auf seinem Anwesen Auerbach in Grünau leben. Außerdem darf er sich gewissen Gebäuden der dortigen Cumberland-Stiftung nicht mehr nähern, keinen Kontakt zum Verwalter-Ehepaar dieser Gebäude aufnehmen, keinen Alkohol trinken und er muss eine Psychotherapie machen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 67-Jährige im Zustand voller Berauschung unter anderem Polizisten attackiert und das auf seinem Anwesen tätige Verwalter-Ehepaar massiv bedroht hatte.

Weitere Informationen
Journalisten warten vor Beginn des Prozesses gegen Welfenprinz Ernst August von Hannover am Landesgericht.

Urteil: Welfenprinz muss österreichischen Wohnsitz verlassen

Zudem ist Ernst August Senior zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden - unter anderem wegen Körperverletzung. (24.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.03.2021 | 20:00 Uhr

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