Stand: 11.01.2019 10:39 Uhr

Eingeschneite Brockenbahn taut in Werkstatt auf

Nachdem die Brockenbahn drei Tage unter Schnee und Eis begraben war, hat sie gestern Abend die Werkstatt erreicht. Unter dem Applaus der Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) sei die Dampflok, die von einer anderen Lok gezogen werden musste, im Tal angekommen, sagte HSB-Sprecherin Heide Baumgärtner NDR.de. 15 Mitarbeiter der HSB hatten zuvor die Dampflok samt Waggon mühevoll mithilfe von Schaufeln und Schneefräsen befreit - und das bei Schnee, Sturm und minus fünf Grad. Die kommenden Tage müsse die Lok nun auftauen, so Baumgärtner. Der Schnee sei zwar ab, aber der riesengroße Metallkörper müsse jetzt erst einmal Normaltemperatur erreichen. Erst dann könnten mögliche Schäden identifiziert werden. Am Montag sollen Experten die Lok begutachten. Der Bahnbetrieb zum Brocken könnte aber möglicherweise schon heute wieder anlaufen.

Die Brockenbahn wird vom Schnee befreit.

Brockenbahn nach drei Tagen freigeschaufelt

Hallo Niedersachsen -

40 Arbeiter haben die in einer Schneewehe stecken gebliebene Brockenbahn befreit. Jetzt muss der 60-Tonnen-Koloss in Wernigerode aufgetaut und auf Schäden überprüft werden.

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Schneefräse legt Brockenstrecke frei

Die HSB verfügen nicht nur über die eine eingefrorene Dampflok, sondern über 24 weitere. Derzeit sei eine Schneefräse auf der Brockenstrecke unterwegs, sagte Baumgärtner. Sobald sie oben angekommen ist, ist der Weg für die Brockenbahn wieder frei. Wann das der Fall sein wird, konnte Baumgärtner allerdings nicht sagen. Denn es könnten beispielsweise Bäume auf der Strecke liegen, die erst noch weggeräumt werden müssten. Sie versicherte aber, dass die erste Fahrt bis zum Gipfel für heute geplant sei. Bis die Strecke zwischen Schierke und dem Brocken wieder frei ist, verkehrt die Schmalspurbahn fahrplanmäßig zwischen Wernigerode und Schierke.

Schnee setzt Brockenbahn fest

Fast die einzige Möglichkeit, auf den Brocken zu kommen

Der Zug ist neben den eigenen Füßen normalerweise die einzige Transportmöglichkeit, um auf den 1.142 Meter hohen Brocken zu gelangen. Die Brockenbahn generiert nach Angaben der HSB drei Viertel des Gesamtumsatzes der Harzer Schmalspurbahnen. Dass ein Zug stecken bleibt und tagelang nicht aus dem Schnee herauskommt, hat es laut HSB im Harz seit Jahrzehnten nicht gegeben. Nur 100 Meter unterhalb des Gipfels von Norddeutschlands höchstem Berg hatte sich die Brockenbahn am Dienstag in einer Schneewehe festgefahren. Bis zum Dach steckten Lok und Wagen im Schnee. Die Passagiere und Gäste, die weiter oben auf die Rückfahrt warteten, konnten erst Stunden später mit Kleinbussen nach Schierke zurückgefahren werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.01.2019 | 08:00 Uhr

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