Stand: 01.01.2020 19:16 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Nebel in Silvesternacht: Vier Tote bei Unfällen

Zum Jahreswechsel ist es in Niedersachsen aufgrund von Nebel zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. Vier Menschen starben, mehrere wurden verletzt. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich bei einer Massenkarambolage auf der A1 bei Wildeshausen (Landkreis Oldenburg). Zwei Menschen kamen ums Leben, zwei wurden lebensgefährlich verletzt. Außerdem wurden elf weitere Insassen der beteiligten Fahrzeuge verletzt, zum Teil schwer. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am frühen Morgen zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen Nord und Wildeshausen West. Zunächst sollen zwei Autos in Fahrtrichtung Osnabrück bei dichtem Nebel zusammengestoßen sein. Weitere Fahrzeuge, darunter ein Lkw, fuhren in die Unfallstelle. Eine Sperrung der A1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West wurde erst am Abend wieder aufgehoben.

Pkw fährt in Personengruppe - 80-Jährige stirbt

Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich am frühen Neujahrsmorgen bei Rheden (Landkreis Diepholz). Dabei kam eine 80-jährige Frau ums Leben. Nach Angaben der Polizei war ein 18-jähriger Autofahrer bei dichtem Nebel in eine Personengruppe gefahren. Die 80-Jährige wurde von dem Fahrzeug erfasst. Der genaue Unfallhergang werde noch ermittelt, so die Polizei. Ob die Gruppe auf der Straße unterwegs war oder sie überqueren wollte, ist demnach noch unklar.

Tödlicher Unfall in Aurich

In Aurich kam eine Frau mit einem Pkw in einer Rechtskurve von der Straße ab und fuhr in den Graben. Die Frau wurde aus dem Auto geschleudert und tödlich verletzt. Die Polizei konnte zunächst nicht sicher sagen, ob sie alleine in dem Auto war. Die Fahrerseite und das Dach des Wagens wurden nach Polizeiangaben völlig zerstört. Die Ursache ist unklar: Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, war die Straße durch Nebel und Temperaturen um den Gefrierpunkt leicht rutschig, hieß es.

Zwei Massenkarambolagen in Hannover

Dichter Nebel hat auch in Hannover zu mehreren Verkehrsunfällen in der Silvesternacht geführt. Auf dem Südschnellschweg und auf dem Messeschnellweg kam es gegen 2 Uhr zu zwei Massenkarambolagen. 15 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, zwei von ihnen schwer. Auch auf der A2 kam es bei Peine infolge schlechter Sicht zu Unfällen: Zunächst kollidierten zwei Pkw, ein nachfolgender Kleintransporter prallte darauf in die Unfallstelle. Ein Mensch wurde schwer, drei weitere leicht verletzt.

Verletzte bei Unfällen auf A27 und A28

Sichtverhältnisse von unter zehn Metern haben auch auf der A28 bei Westerstede (Landkreis Ammerland) zu Unfällen geführt. Vier Menschen wurden leicht verletzt, die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Leer für mehrere Stunden gesperrt. Ähnlich glimpflich verlief ein Unfall auf der A27 bei Bremerhaven: Zunächst kollidierten im dichten Neben zwei Pkw, beim Umfahren der Unfallstelle fuhren zwei weitere Pkw ineinander. Neun Menschen wurden leicht verletzt. Auch hier wurde die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.01.2020 | 08:00 Uhr

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