Ein Kind mit Maske kuschelt sich an einen Teddybär © Colourbox Foto: Vladimir

Mehr Arbeit für Jugendämter im Corona-Jahr 2020

Stand: 09.07.2021 18:56 Uhr

Die Jugendämter in Niedersachsen haben 2020 mehr Hinweise auf gefährdete Kinder erhalten als im Vorjahr. Laut Landesstatistikamt haben sie mehr als 15.000 Gefährdungseinschätzungen vorgenommen.

Das waren etwa 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Landesamt mitteilte. Bei gut einem Viertel der Fälle stellten die Jugendämter eine Kindeswohlgefährdung fest. In mehr als 1.800 Fällen waren die Kinder akut gefährdet; fast 1.100 Mal gab es Anzeichen dafür, dass Kinder vernachlässigt wurden, mehr als 620 Mal wurden Hinweise auf eine körperliche Misshandlung festgestellt.

Mehr Anzeigen durch Polizei, Gerichte und Staatsanwaltschaften

Die Hinweise auf mögliche Gewalt gegen Kinder oder auf Vernachlässigung seien im Corona-Jahr deutlich seltener von Schulen und Kitas gekommen, heißt es. Stattdessen informierten Freunde, Bekannte oder ein Elternteil die Behörden. In mehr als 4.000 Fällen zeigten Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaft die Gefährdung an - auch hier ist eine Zunahme um 3,2 Prozent zu verzeichnen.

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Dieses Thema im Programm:

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