Stand: 23.01.2020 12:37 Uhr

Lichterkette am Nachthimmel besteht aus Satelliten

Am 06. Januar 2020 hat SPace X eine Rakete abgeschossen, die 60 Sateliten enthält. Hier zu sehen am der Cape Canaveral Air Force Station in Florida. © picture alliance / newscom Foto: SpaceX
Mithilfe einer Rakete hat SpaceX die Starlink-Satelliten Anfang Januar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All befördert. Nun sind sie über Norddeutschland zu sehen.

Geordnet wie an einer Schnur ziehen leuchtende Punkte über den Nachthimmel. "Ich bin noch immer total geflasht", kommentiert ein User von NDR.de Niedersachsen. Nach einem Bericht über einen Aufruf der Universität Oldenburg, die Zeugen eines mutmaßlichen Meteoriten-Falls sucht, meldeten sich mehrere Personen, die stattdessen oben genanntes Phänomen beobachtet hatten. Das ist allerdings alles andere als kosmischen Ursprungs: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX des Tesla-Gründers Elon Musk hat kürzlich 60 Satelliten ins All geschossen. Diese fliegen aktuell noch wie in Formation und sehen aus wie eine Lichterkette.

Satelliten zurzeit über Norddeutschland zu sehen

Bereits zum dritten Mal hatte Starlink Anfang des Monats Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Sie sollen später umfassende Breitband-Internetverbindungen ermöglichen. Besonders am Anfang seien sie relativ eng beieinander und zudem sehr niedrig geflogen. Dadurch seien sie sehr auffallend, hieß es vonseiten der Starkenburg-Sternwarte im hessischen Heppenheim. Die Perlenketten-Struktur löse sich mit der Zeit auf, so das Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Wenn die Satelliten in eine höhere und damit größere Umlaufbahn kämen, werde die Kette auseinander gezogen. Auf einer dynamischen Weltkarte können Neugierige nachschauen, ob die Starlink-Satelliten gerade über Norddeutschland zu sehen sind.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.01.2020 | 17:00 Uhr

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