Jürgen Schubbert, Leiter der Ermittlungsgruppe Göhrde bei der Polizeidirektion Lüneburg, hält in der Asservatenkammer ein Gewehr in den Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Göhrde-Morde: Chef-Ermittler darf noch ein Jahr weitermachen

Stand: 24.02.2021 14:45 Uhr

Im Fall der Göhrde-Morde aus dem Jahr 1989 darf der Chef-Ermittler weiter den noch offenen Fragen nachgehen. Seinem Antrag auf Verschiebung des Ruhestands wurde stattgegeben.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat entschieden, die Regelaltersgrenze für den Antragsteller um ein Jahr auf den 28. Februar 2022 zu verschieben, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Damit gaben die Richter dem Eilantag von Jürgen Schubbert statt. Schubbert leitet seit 2017 die Ermittlungsgruppe Göhrde. Der Beamte hatte wiederholt darauf hingewiesen, seine Erfahrung in einem Großermittlungsverfahren wie den Göhrde-Morden auch nach Erreichen der Ruhestandsgrenze weiter einbringen zu wollen.

"Cold Case" mit offenen Fragen

Die Göhrde-Morde hatten 1989 Deutschland erschüttert. Zunächst wurden im weiträumigen Waldgebiet bei Lüneburg zwei Paare getötet, kurz darauf verschwand in Lüneburg eine Frau. Der mutmaßliche Haupttäter wurde 2017 identifiziert. Allerdings sind sich die Ermittler sicher, dass dieser "Cold Case" noch nicht vollständig aufgeklärt ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 25.02.2021 | 06:30 Uhr

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