Stand: 08.04.2019 09:28 Uhr

E-Autos: Städte bauen Ladenetz nur langsam aus

Ein Mann steckt einen Stecker zum Laden eines Elektroautos in Hamburg in eine Ladesäule. © dpa Foto: Lukas Schulze
In einigen Städten sind die bestehenden E-Ladesäulen noch gar nicht ausgelastet.

Wenn in naher Zukunft Elektroautos auf den Straßen dominieren sollen, benötigen diese auch Energie. Doch die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladestationen ist derzeit noch überschaubar. Immerhin: In Niedersachsen erhöhte sich die Zahl seit Anfang des Jahres. Nach Angaben der Bundesnetzagentur gab es Anfang Dezember noch 615 Stationen, Anfang April waren es bereits 742. Uneins sind die großen Städte darüber, ob die Zahl der öffentlichen Stationen noch weiter steigen muss. Denn mancherorts sind nicht einmal die bereits vorhandenen Ladestellen ausgelastet.

Zahl der Ladestationen in Niedersachsens großen Städten

  • Hannover: Der Energieversorger Enercity betreibt aktuell 25 Ladestationen mit 62 Ladepunkten. Bis 2020 soll es 480 Ladepunkte geben.
  • Osnabrück: Die Stadtwerke haben 80 Ladepunkte installiert. Dieses Angebot sei ausreichend für die E-Autos in der Stadt, so die Stadtwerke.
  • Wolfsburg: Aktuell gibt es rund 330 Ladepunkte verschiedener Anbieter, im Sommer soll ein Schnelllade-Park errichtet werden.
  • Braunschweig: Die Kommune hat 17 Schnellladesäulen mit 36 Ladepunkten aufgestellt. Weil die Stationen derzeit nicht ausgelastet seien, seien keine weiteren geplant, so die Stadt.
  • Lüneburg: Der Energieversorger Avacon betreibt 14 Ladepunkte. Wie viele Ladepunkte andere Anbieter stellen, konnte die Stadt nicht sagen.

Braunschweig: E-Autos werden hauptsächlich zu Hause aufgeladen

Die Stadt Braunschweig verweist darauf, dass E-Autos nur 5 bis 15 Prozent ihres Energiebedarfs an öffentlichen Ladesäulen beziehen. Deshalb fordert die Stadt den Bund auf, bessere Bedingungen für den Einbau von Ladestellen in Tiefgaragen und Miethäusern zu schaffen. Andere Kommunen, wie etwa Lüneburg, klagen über die Förderbedingungen des Bundes. Der Aufwand und die Höhe der Fördersummen stünden in keinem Verhältnis, teilte die Stadt mit. Die Hansestadt fordert vom Bund, dass die Antragsbearbeitung vereinfacht wird und dass es weniger Formalien gibt. Insgesamt fördert das Bundesverkehrsministerium den Bau von 15.000 neuen Ladesäulen bis zum Jahr 2020 mit 300 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.04.2019 | 08:00 Uhr

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