Auf einem Lastwagen ist ein Plakat der AfD mit der Aufschrift "Schluss mit der Corona-Panik" befestigt. © dpa-Bildfunk Foto: Moritz Frankenberg

AfD: Mit Plakatwagen und Flyern gegen Corona-Maßnahmen

Stand: 26.10.2020 19:14 Uhr

Die niedersächsische AfD bleibt trotz steigender Corona-Zahlen bei ihrer Kritik an den staatlichen Corona-Maßnahmen. Nach Ansicht der Partei würden dadurch ohne Anlass Ängste verbreitet.

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Niedersachsen, Deutschland und in ganz Europa seien überzogen, so der neue Landesvorsitzende der AfD, Jens Kestner. Risikogruppen müssten zwar geschützt werden, aber dadurch dürften nicht alle drangsaliert werden. Für die AfD ist das Panikmache der Politik, um die Corona-Regeln durchzusetzen. Die Partei hat eine entsprechende Kampagne gestartet: Mit Flyern und auf Plakatwagen will die AfD bis Ende November gegen Corona-Beschränkungen und die Maskenpflicht mobil machen.

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Bothe sieht keinen Gesundheitsnotstand

Bei der Vorstellung der Kampagne am Montag in Hannover sagte der fraktionslose AfD-Landtagsabgeordnete Stephan Bothe, dass es gar keinen Gesundheitsnotstand gebe. Schließlich seien nur 105 Menschen in Niedersachsen auf einer Intensivstation im Krankenhaus. Mediziner warnen allerdings davor, dass viele Infizierte erst nach knapp zwei Wochen mit schweren Symptomen ins Krankenhaus müssten. Die höheren Infektionszahlen wirkten sich also erst verzögert auf die Kliniken aus. Problematisch sei außerdem der Personalmangel auf den Intensivstationen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.10.2020 | 20:00 Uhr

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