Stand: 16.12.2019 17:37 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Rostock soll Deutschlands Marine-Hauptstadt werden

Bild vergrößern
In einem Jahr soll die bauliche Hülle fertig sein, dann übernimmt die Marine die Gestaltung des neuen Rechenzentrums.

Für mehr als 66 Millionen Euro ist in Rostock ein internationaler NATO-Stützpunkt für Seestreitkräfte geplant. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Hochsicherheitstrakt dar. In Warnemünde-Hohe Düne sollen fünf neue Korvetten stationiert werden. In drei bis fünf Jahren soll aus dem militärischen Multifunktionsgebäude das Führungszentrum der Deutschen Marine im Dienst der NATO werden.

NATO-Stützpunkt: Der Bau einer Black Box

Nordmagazin -

Für mehr als 66 Millionen Euro soll in Rostock ein internationaler NATO-Stützpunkt für Seestreitkräfte entstehen. Die Planung des Hochsicherheitstrakts ist eine besondere Herausforderung.

4,19 bei 31 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Rechentechnik im neuen Führungszentrum bleibt geheim

In einem Jahr soll der landeseigene Betrieb für Bau- und Liegenschaften (BBL) den dann fertigen Baukörper an die Bundeswehr übergeben. Laut BBL-Geschäftsführer Robert Klaus handelt es sich dabei um die Hülle eines Rechenzentrums, um das sich nach Übergabe die sogenannten Lagezentren bilden. Dabei gibt es besondere Sicherheitsauflagen. Der BBL weiß laut Klaus nicht, welche und wie viel Rechentechnik eingebaut wird. Dies stellt eine besondere Schwierigkeit dar, da die entstehende Abwärme der Rechentechnik auch zum Heizen des Gebäudes verwendet werden soll.

Kommandozentrale soll abhörsicher werden

Drei multinationale Kommandozentralen sollen in dem 120 Meter langen Gebäude konsequent abgeschirmt Flottenoperationen in Nord- und Ostsee aber auch im Nordatlantik planen und führen. Mit Blick nach Osten ist da bereits beim Bau die Datensicherheit das beherrschende Thema. Laut Klaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Gebäude abhörsicher zu machen, zum Beispiel mit Faradayschen Käfigen oder dem Anbringen von Blei an die Wände. Bunker oder Keller soll es offenbar nicht geben, sie seien beim heutigen Stand der Waffensysteme nutzlos.

Bauliche Hülle für Rechenzentrum im November fertig

Der Großraum für die Kommandozentrale soll aus Sicherheitsgründen in der Gebäudemitte liegen, erklärte Bauleiterin Cornelia Gauß. Die 48-jährige Bauingenieurin koordiniert seit Baubeginn 2016 mehr als 20 Gewerke, gut 60 Firmen und bis zu 50 Bauarbeiter in Normalschicht täglich. Die Baufirmen und die BBler Cornelia Gauß und Robert Klaus wollen ihre Arbeit planmäßig ohne Mehrkosten spätestens im kommenden November erledigt haben. Dann ist die sogenannte Blackbox voraussichtlich fertig und die Marine übernimmt. Vom eigentlichen Herzschlag des neuen Führungszentrums der Marine in Rostock werden dann nur noch Eingeweihte etwas mitbekommen.

Weitere Informationen

Kramp-Karrenbauer besucht Marine in Rostock

26.09.2019 17:00 Uhr

Bei ihrem Antrittsbesuch bei der Marine in Rostock hat Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer Verbesserungen bei der Materialbeschaffung versprochen. Dafür warb sie um Geduld. mehr

Die Nachrichten

NATO-Marineschiffe üben vor Warnemünde

Die Nachrichten

Marinebefehlshaber fast aller Ostseeanrainer haben die Marineübung "Northern Coasts" besucht. Vor Warnemünde wurde die Abwehr eines Luftangriffs auf einen Versorger trainiert. mehr

NATO-Minenjäger machen Station in Warnemünde

17.08.2019 10:00 Uhr

Schiffe eines NATO-Minenabwehrverbandes besuchen derzeit den Marinestützpunkt in Rostock. Danach geht es weiter zu einem Ostseemanöver und zur Alt-Munitionsbeseitigung. mehr

Marine-Blauhelmsoldaten zurück in Warnemünde

15.06.2019 09:00 Uhr

Deutsche Blauhelmsoldaten sind am Sonnabend mit der Korvette "Oldenburg" in den Heimathafen Warnemünde zurückgekehrt. Rund fünf Monate war die Besatzung vor der libanesischen Küste im Einsatz. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.12.2019 | 17:40 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

01:28
Nordmagazin
02:16
Nordmagazin