Stand: 09.10.2018 06:30 Uhr

Landwirte können jetzt Dürrehilfen beantragen

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Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern kritisiert das Antragsverfahren als zu bürokratisch.

Dürregeschädigte Landwirtschaftsbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Hilfsprogramm beantragen. Die entsprechenden Unterlagen sollen dem Landwirtschaftsministerium zufolge ab heute auf der Webseite des Ministeriums zugänglich sein.

Hilfe für existenzgefährdete Landwirte

Bis zum 30. Oktober können Agrarbetriebe Anträge auf einen anteiligen Schadensausgleich einreichen. Das Geld soll nach Betroffenheit und Bedürftigkeit ausgezahlt werden. Damit können Betriebe Hilfen beantragen, die mehr als 30 Prozent Verluste im Vergleich zu den Vorjahren gemacht haben oder in ihrer Existenz bedroht sind. Dazu werde auch kurzfristig zu aktivierendes Privatvermögen - wie Spar- und Kontoguthaben sowie Wertpapiere gegen gerechnet, heißt es aus dem Ministerium.

"Bürokratiemonster": Bauernverband kritisiert Antragsverfahren

Die Anträge von betroffenen Futterbau- und Öko-Betrieben sollen vorrangig bearbeitet werden. Zunächst sind Abschlagszahlungen in Höhe von 70 Prozent des errechneten Schadensausgleichs vorgesehen. Insgesamt stehen 50 Millionen Euro zur Verfügung. Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck hat das mehrstufige Antragsverfahren als Bürokratiemonster kritisiert. Er befürchtet trotz der Ernteeinbußen von landesweit 27 Prozent, dass die Hilfen nur geringfügig in Anspruch genommen werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.10.2018 | 06:00 Uhr

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