Stand: 21.04.2020 16:17 Uhr

Grenzen zu Polen bleiben vorerst nur bis Anfang Mai zu

Deutsch-polnische Grenze © Tilo Wallrodt Foto: Tilo Wallrodt
Die Einreise nach Polen ist nur an bewachten Grenzübergängen möglich, kleinere sind geschlossen. (Archivbild)

Entgegen anders lautenden Informationen bleibt die Grenze zu Polen vorerst voraussichtlich nur bis zum 3. Mai geschlossen und nicht bis Mitte Juni. Das hat die Stabstelle für Öffentlichkeit der Bundespolizei klargestellt. Am Wochenende hatte es aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald unter Berufung auf Bundespolizei-Kreise noch geheißen, dass Polen plane, die Grenzschließung bis zum 12. Juni zu verlängern.

Polen verschärfte Einreisebestimmungen Mitte März

Die Grenzschließung ist Teil der Maßnahmen der polnischen Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Bereits seit Mitte März ist die Einreise nach Polen für Menschen aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen nur an bewachten Grenzübergängen möglich. Die Polizei führt dort Kontrollen durch. Ob die Grenzkontrollen verlängert werden, sei offen, hieß es nun.

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Polnische Ärzte und Pfleger seit Wochen nicht bei Familien

Von einer Verlängerung der Grenzschließung wären Hunderte Berufspendler betroffen - vor allem aus der Landwirtschaft und medizinischen Berufen. Für sie ist es seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, in Polen zu wohnen und in Deutschland zu arbeiten oder umgekehrt. So arbeiten am Asklepios-Klinikum in Pasewalk rund 20 polnische Ärzte und Pfleger seit gut vier Wochen durch, wie eine Kliniksprecherin sagte. Nicht einmal seien sie in dieser bei ihren Familien in Polen gewesen. Denn nach wie vor müssen Einreisende dort 14 Tage in Quarantäne verbringen. So langsam falle es den Kollegen aus dem Nachbarland schwer, weiter durchzuhalten, so die Sprecherin.

470 polnische Pendler beziehen "Bleibe-Prämie"

Laut Wirtschaftsministerium haben rund 470 Pendler das Tagegeld der Landesregierung in Höhe von 65 Euro angenommen, mit dem die Politik Arbeitskräfte im Land halten will. Die Unterstützung wird vorerst bis zum 4. Mai zugesichert. Was danach komme, wolle man prüfen, sagte der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD), NDR 1 Radio MV.

Abiturienten des deutsch-polnischen Gymnasiums betroffen

Auch betroffen wären Abiturienten am deutsch-polnischen Gymnasium, für die ab kommenden Montag die Schule weitergeht. Laut Dahlemann sind unter ihnen rund 30 Pendler aus Polen. Damit auch sie ihre Prüfungen antreten können, werde jetzt darüber nach gedacht, sie für die Zeit der Prüfungen in Löcknitz unterzubringen. Man wolle "die Eltern nicht im Regen stehen lassen" und die Kosten für die Unterkünfte übernehmen, so Dahlemann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 21.04.2020 | 16:30 Uhr

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