Das Forum

Gemeinsam statt einsam

Montag, 13. April 2020, 09:05 bis 09:30 Uhr, NDR Info

Wie Kommunen altersfreundliche Lebensräume schaffen
Ein Reportage-Feature von Christiane Zwick

Frauen vom Besuchsdienst der Körber-Stiftung. © dpa picture alliance Foto: Christiane Zwick
Doris Kreinhöfer (Mitte) von der Körber-Stiftung hat mit Ehrenamtlichen einen Besuchsdienst organisiert.

Geselligkeit war gestern. Wir sollen für uns bleiben, in der Corona-Krise, uns nicht mit anderen Menschen verabreden. Uns fehlen Umarmungen, der Teeküchenklatsch, das Ausgehen am Abend. Wir erleben, was für viele Ältere Alltag ist: Isolation. Das Gefühl des Mangels an menschlichen Begegnungen hat einen Namen - und keinen guten. Über Einsamkeit schweigen viele. Laut Deutschem Alterssurvey fühlen sich über drei Millionen Menschen einsam. Tendenz steigend. Mit 30 Jahren, mit 60 und ab 75 Jahren ist die Gefahr besonders groß.

Nur: Wie erreicht man isolierte Menschen im Alter? Die Scheu, jemanden Fremden zu sich nach Hause einzuladen, wächst.

Einkaufshilfen und Telefonketten

Lokale Initiativen in Norddeutschland versuchen, diese Hemmschwellen zu überwinden. Mit einladenden Gesprächsangeboten. Auf der Straße. Im Park. In lockerer Runde am Kaffeetisch. Vor den verhängten Kontaktsperren. Doch die coronabedingten Beschränkungen haben ehrenamtliches Engagement neu belebt. Mit Einkaufshilfen, Telefonketten und Nachbarschaftsnetzwerken. In Niedersachsen hat das Sozialministerium die Kommunen zu einem Wettbewerb aufgerufen. Gesucht werden Projekte, in denen ältere Menschen sich selbstbestimmt in ihrem sozialen Lebensumfeld einbringen können und damit mehr als bisher am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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