Die Sonne strahlt auf eine verschneite Wiese in Hamburg-Volksdorf.  Foto: Martin Rickers

Der Norden kann sich bei Frost auf Sonne freuen

Stand: 11.02.2021 06:14 Uhr

Bei Temperaturen meist unter null Grad bleibt es in Norddeutschland in den kommenden Tagen kalt. Die Sonne sorgt jedoch für freundliches Winterwetter. Regional sind noch Schneefälle möglich - und somit auch Verkehrsbehinderungen.

Der Winter hat den Norden zwar weiterhin fest im Griff. Nachlassender Schneefall und im Binnenland abflauender Wind rücken die großen Verkehrsprobleme aber langsam in den Hintergrund. Bei Sonnenschein können zunehmend mehr Menschen auch die angenehmen Aspekte des Winters genießen. Allerdings müssen sie sich auf weitere Wintertage mit eisigen Temperaturen einstellen. Auch Schneefälle sind möglich. Grund dafür sei ein Hoch über Skandinavien sowie eine östliche Strömung, die polare Kaltluft nach Hamburg und Schleswig-Holstein bringt, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Zwischen Rügen und Nordwestmecklenburg seien weitere Schneefälle zu erwarten, sagte der Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee. Außerdem werde der Wind wieder auffrischen und vor allem im Norden Rügens, wo bereits viel Schnee liegt, für Verwehungen sorgen.

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Sturm vor der Küste Helgolands © picture alliance / Arco Images Foto: H. Marschall

Die Wettervorhersage für Norddeutschland

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Tagsüber bleibt es im Norden zumeist bei Temperaturen zwischen minus 8 und plus 2 Grad. In den Nächten kann es bitterkalt werden. Zweistellige Minusgrade und örtlich bis minus 17 Grad - etwa in Niedersachsen - sind möglich. Bis zum Wochenende ist nach der DWD-Vorhersage nicht mit einem grundlegenden Wetterwechsel zu rechnen.

Lebensgefahr: Eisflächen nicht betreten!

Die Eisflächen in Norddeutschland sollten nicht betreten werden, warnen Meteorologen und Behörden. Das gilt auch für die Alster in Hamburg. Fast überall sei das Eis trotz der niedrigen Temperaturen sehr dünn und nicht tragfähig. Es bestehe Lebensgefahr.

Leichte Entspannung auf den Straßen

Auch wenn sich die Situation auf den Straßen im Norden etwas entspannt hat, müssen Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger weiter mit Beeinträchtigungen rechnen - etwa durch Eis, Schnee und Schneematsch. Die Situation ist aber nicht so schlimm wie in den Vortagen. Die aktuelle Lage auf den Straßen erfahren Sie rund um die Uhr im NDR Verkehrsservice.

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Regen ist an Ästen zu Eis gefroren. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Eis und Schnee ade: Nach dem Frost steigen die Temperaturen

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Ein Bushäuschen an der Zufahrtsstraße zur Ortschaft Putgarten im Norden der Insel Rügen ist vom Schnee zugeweht. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Bilder: Verkehr im Norden ächzt unter Eis und Schnee

Eis und Schnee behindern den Verkehr in Norddeutschland. Autos, Züge, Schiffe und Fähren kommen schlecht voran. Bilder aus dem Norden. Bildergalerie

Weiter Ausfälle und Verspätungen im Bahnverkehr

Bahnreisende müssen in den nächsten Tagen weiter mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Dies gelte sowohl für den Fern- als auch für den Nahverkehr, teilte eine Bahn-Sprecherin mit. Auf vielen Strecken werde der Fernverkehr nach und nach, jedoch mit Einschränkungen, wieder aufgenommen. Im Regionalverkehr ist das Harz-Weser-Netz noch eingeschränkt. Rund um Hannover, Bremen und Osnabrück verkehren dagegen wieder Züge.

Aktuelle Infos gibt es bei der Bahn-Hotline (0 8000) 99 66 33 sowie im Online-Portal der Deutschen Bahn.

Auch auf den Strecken der Bahnunternehmen metronomEnno und Erixx sowie der NordWestBahn müssen Fahrgäste mit Ausfällen und Einschränkungen rechnen. Reisen sollten rechtzeitig vor Fahrtbeginn überprüft oder auf einen anderen Tag verschoben werden.

Dauerfrostperiode beeinträchtigt Binnenschifffahrt

Für die Binnenschifffahrt auf dem Mittellandkanal und dem Elbe-Seitenkanal wurde eine Sperrung ab Mittwochabend verfügt. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Braunschweig werden die Eisbrecher, die sonst auf diesen Kanälen unterwegs sind, vorsichtshalber auf die Weser abgezogen, um dort vor Wehren Eisschollen zu brechen.

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Ein Eisbrecher ist auf dem Elbe-Seitenkanal im Einsatz. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Eisschicht: Mittelland- und Elbe-Seitenkanal gesperrt

Am Mittwoch ist die Schifffahrt eingestellt worden. Auch der Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln ist eingeschränkt. mehr

Fährverkehr zu den Inseln eingeschränkt

Viele Fähren zu den Ostfriesischen Inseln fahren eingeschränkt oder fallen ganz aus. So ist etwa der Fährverkehr Harlesiel-Wangerooge bis auf Weiteres eingestellt. Die Insel ist nur noch per Flugzeug zu erreichen. Für Spiekeroog, Baltrum und Langeoog gelten veränderte Abfahrtszeiten. Einschränkungen gibt es auch im Fährverkehr zu den Nordfriesischen Inseln. Die Ostsee-Fähren von Scandlines - Rostock-Gedser und Puttgarden-Rødby - fahren wieder planmäßig.

Passagieren wird dringend geraten, sich vor Antritt ihrer Reise online auf den Seiten der Reedereien über aktuelle Ausfälle und Verschiebungen zu informieren.

Peine und Goslar: Homeschooling statt Präsenzunterricht

Für Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen in den Kreisen Peine und Goslar fällt bis Ende der Woche der Präsenzunterricht aus. Es könne keine sichere Schulbeförderung gewährleistet werden, teilten die Kommunen mit. Die Schulausfälle bedeuten aber nicht unterrichtsfrei. Homeschooling findet statt.

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Eine Schlange von Autos fährt an der Baustelle in Petersdorf vorbei. © NDR Foto: NDR

Verkehrsmeldungen für Norddeutschland

Staus, Baustellen und Gefahren-Hinweise: aktuelle Meldungen zum Verkehr für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. mehr

Dunkle Regenwolken ziehen über Neubrandenburg auf. © NDR Foto: Torsten Ohland aus Neubrandenburg

Die aktuellen Unwetterwarnungen

In welcher Region droht das nächste Unwetter? Hier gibt es die aktuellen Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes. mehr

Jannis und Andre stemmen sich am Freitag (01.02.2008) am Strand von Dangast gegen den Wind. Der Deutsche Wetterdienst für die Küstenregion warnt vor weiteren orkanartigen Böen. © Carmen Jaspersen/ dpa - Report

Sturm-Stärken: Von Windstille bis zum Orkan

Die Stärke des Windes wird in Beaufort gemessen. Die Sturm-Skala reicht von Windstille bis Orkan. Unsere Bildergalerie verrät, wie sich die einzelnen Stufen unterscheiden. Bildergalerie

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NDR Info | Aktuell | 10.02.2021 | 18:00 Uhr

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