Stand: 05.05.2020 15:08 Uhr

Besuchsverbot in Hamburger Pflegeheimen

Pflegebedürftige Menschen in der stationären Altenpflege in Hamburg dürfen zum Schutz vor der Corona-Pandemie nicht mehr besucht werden. Gleiches gilt für Behinderteneinrichtungen. Die bisherige Beschränkung auf maximal einen Besuch pro Tag für eine Stunde entfalle und werde durch generelles Betretungs- und Besuchsverbot ersetzt, teilte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag mit. In Einzelfällen - etwa im Rahmen der Sterbebegleitung - können Pflegeeinrichtungen laut der neuen Allgemeinverfügung Ausnahmen zulassen.

Kontakte sollen auf Minumum reduziert werden

Zudem soll das Pflegepersonal in den 150 stationären Pflegeeinrichtungen mit ihren rund 16.000 Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch in der ambulanten Tagespflege Kontakte untereinander und zu den Patienten auf ein Minimum reduzieren.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Eine Pflegehausbewohnerin in einem Seniorenzentrum in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Angelika Warmuth
In Hamburgs Pflegeheimen gilt nun ein Besuchsverbot.

In Hamburg leben nach Angaben der Gesundheitsbehörde rund 450.000 Menschen über 60 Jahre, hiervon seien mehr als 50.000 pflegebedürftig. Insbesondere ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Grunderkrankungen seien durch das neue Coronavirus besonders gefährdet.

Zusätzlich habe die Stadt ein Hilfe-Telefon speziell für ältere Menschen eingerichtet. An sieben Tagen die Woche können Seniorinnen und Senioren von 7 bis 19 Uhr unter der Nummer 040 / 428288000 Hilfe und Antworten auf Fragen rund um das Coronavirus erhalten, erklärte die Gesundheitsbehörde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.03.2020 | 07:00 Uhr

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