Stand: 15.08.2018 11:29 Uhr

Ombudsstelle für Traditionsschiffe eingerichtet

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Im März 2018 traten die neuen Regeln für Traditionsschiffe in Kraft.

Beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Hamburg ist eine Ombudsstelle für Betreiber von Traditionsschiffen eingerichtet worden. Das teilte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) am Mittwoch mit. Die Schlichter sollen Streitigkeiten beilegen, bei denen es um die Anwendung neuer Sicherheitsvorschriften zwischen zwischen Betreibern und Zulassungsstelle geht. Valerie Wilms, Verkehrsexpertin der Grünen, und der ehemalige Präsident des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), Peter Ehlers, wurden als Ombudsleute benannt.

Im vergangenen Dezember hatten sich Ministerium und die Verbände für Traditionsschiffe auf die neuen Regeln verständigt. Dabei waren eine Ombudsstelle und Fördertöpfe vereinbart worden. Einige Punkte - vor allem bauliche Maßnahmen - waren noch offen geblieben.

Traditionsschiffer fürchteten um Existenz

Um die Verordnung hatte es längeren Streit gegeben. Sie legt unter anderem fest, wie Traditionsschiffe baulich beschaffen sein müssen, wie der Brandschutz geregelt und welche Rettungsmittel an Bord sein müssen. Die Betreiber befürchteten, dass die betroffenen rund 100 Schiffe nach Inkrafttreten der Verordnung nicht mehr ohne umfangreiche und teure Nachrüstungen fahren dürfen. Dies und zusätzlich die kostspielige Ausbildung von Crew-Mitgliedern wäre für viele kaum finanzierbar gewesen.

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Details zu Fördergeldern in Arbeit

Anfang September soll die vor einigen Monaten eingerichtete Experten-Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern von Verbänden und Vereinen der Traditionsschifffahrt, des BMVI und der Zulassungsbehörde, erneut tagen. Dabei soll es um die Förderrichtlinie gehen, mit der das Ministerium notwendige Umbauten finanziell unterstützen will. Details werden noch erarbeitet - insgesamt sollen 20 Millionen Euro bereitgestellt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 07.03.2018 | 08:00 Uhr

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