NDR Kultur kontrovers

Geschlechtergerechte Sprache: einfach nervig oder bitter nötig?

Dienstag, 16. Februar 2021, 18:30 bis 19:00 Uhr

NDR Kultur Mikrofon auf der Bühne im Kleinen Sendesaal des Landesfunkhauses Niedersachsen in Hannover © NDR.de Foto: Willem Konrad

Die Kontroverse um diskriminierungsfreie - oder zumindest diskriminierungsarme - Sprache ist ein thematischer Evergreen und in schöner Regelmäßigkeit ganz vorn in der Debatten-Hitliste. Vor allem der Aspekt der Gendergerechtigkeit erregt immer wieder die Gemüter, auf allen Seiten, von der konservativsten bis zur progressivsten - und das nicht erst seit gestern.

Das Wort "Schüler*innen" ist in einem Text hervorgehoben © picture alliance/dpa | Gregor Bauernfeind Foto: Gregor Bauernfeind
Wie verändert sich Sprache? Ein Thema der Diskussionsrunde.

Die Frage der gendersensiblen Sprache war auch schon vor einem halben Jahrhundert präsent - nur hieß es da noch nicht gendersensibel: Am 16. Februar 1971 hat die Bundesrepublik die Anrede "Fräulein" offiziell aus dem Amtsdeutsch verbannt. Diesen Stichtag nehmen wir zum Anlass über verschiedene Lösungsansätze und aktuelle Debatten, aber auch grundsätzliche Fragen rund um Sprachwandel und geschlechtergerechte Sprache zu reden.

Es diskutieren:

Friederike Kämpfe: Die Gleichstellungsbeauftragte Hannovers stieß im Jahr 2019 mit der verbindlichen Empfehlung einer genderneutralen Behördensprache für nicht nur auf Zustimmung.

Sibylle Lewitscharoff: Die Georg-Büchner-Preisträgerin findet geschlechtergerechte Sprache umständlich und das Gendersternchen bringt sie zur Raserei.

Anatol Stefanowitsch: Der Berliner Sprachwissenschaftler verfolgt seit geraumer Zeit aufmerksam die Debatten um politisch korrekte Sprache und analysierte sie in seiner Streitschrift: "Eine Frage der Moral" (Duden-Verlag, 2018).

Moderation: Alexandra Friedrich

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