Starke Stücke (Wiederholung)

Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr.1 "Winterträume"

Dienstag, 22. Dezember 2020, 19:00 bis 20:00 Uhr

Peter Tschaikowsky (Aufnahme von 1861) © picture alliance / akg-images | akg-images
Der junge Peter Tschaikowsky, aufgenommen 1961

"Winterträume" - unter dieser Überschrift steht Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 1. Dazu können wir uns einen russischen Winter vorstellen, mit reichlich Schnee, gefrorenen Seen und vereisten Zweigen an den Bäumen. Eine friedliche Winterwelt, der Peter Tschaikowsky seine Sinfonie Nr. 1 gewidmet hat.

1866 entschloß sich Tschaikowsky, seine erste Sinfonie zu komponieren, im Alter von 26 Jahren. Zu der Zeit unterrichtete er am Moskauer Konservatorium, war also tagsüber beschäftigt. Hauptsächlich arbeitete er nachts an seiner Sinfonie. Das zehrte sehr an seinen Kräften. Er litt an Schlaflosigkeit und Angstzuständen.

Tschaikowsky "am Rande des Wahnsinns"

Selbstzweifel quälten Tschaikowsky, und er hatte die Befürchtung zu sterben, ohne eine einzige Sinfonie vollendet zu haben. Sein Arzt glaubte ihn "am Rande des Wahnsinns" und verbot die Nachtarbeit. So konnte der Komponist das Werk erst in den darauffolgenden Sommerferien, die er auf dem Land in der Nähe von St. Petersburg verbrachte, vollenden.

Die Sinfonie wurde erstmals am 3. Februar 1868 in Moskau, unter der Leitung von Nikolai Rubinstein, vollständig aufgeführt. Das Publikum war begeistert und Tschaikowsky auch. Auf der anschließenden Feier soll er vor Freude alle Anwesenden abgeküsst und sämtliche Gläser zerschlagen haben.

Eine Sendung von Andrea Wilke

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