NDR Kultur Neo

Von einer, die auszog, alte Rollenbilder zu verlassen - Talk mit Albertine Sarges.

Montag, 26. Oktober 2020, 22:35 bis 00:00 Uhr

Albertine Sarges in ihrer Neuköllner Wohnung. Sie sitzt in einem bunten Sammelsurium aus Zimmerpflanzen, teppichen, Büchern und Instrumenten. © Christian Mamoun Foto: Christian Mamoun
Ähnlich bunt wie ihre Musik - Albertine Sarges Zimmer in Berlin Neukölln.

Wie aufregend wäre das Leben, wenn man den Kaffee jeden Morgen anders trinkt?

Albertine Sarges, Multiinstrumentalistin aus Berlin, weiß die Antwort auf die Frage. Es wird nie langweilig, wenn man immer weiter experimentiert und neugierig bleibt.

Der Reiz der Vielfalt

Nicht nur der Kaffee wird bei ihr in unterschiedlichsten Variationen getrunken. Auch im Musikalischen spielt Sie Keyboard in der Band von Singer-Songwriterin Kat Frankie, singt mit der Klangkünstlerin Holly Herndon oder trällert Italo-Pop-Songs bei Itaca, während Sie E-Gitarre spielt.

Bei so vielen Genres, Inspirationsquellen und Klangwelten fällt es schwer, sich eine Solo-Platte von Albertine Sarges vorzustellen. Aber gerade in der Vielfalt liegt der Reiz, zu hören auf ihrem Debüt-Album "The Sticky Fingers", das am, 29. Januar 2021 erscheint.

Albertine Sarges schaut mit wallender Haarmähne direkt in die Kamera. © Steffi Rettinger Foto: Steffi Rettinger
Als Musikerin an verschiedenen Instrumenten ist Albertine Sarges in vielen Bands gefragt.

Albertine betritt unterschiedlichste Räume, im einen Moment verliert sie sich im diesigen Licht des Hamburger Hafens, steht plötzlich auf einer sonnigen Wiese, um dann in der kleinen Eckkneipe nebenan wieder aufzuwachen. Sie fühlt sich von verschiedenen Stimmungen angetan, genauso von verscheiden Genres. Was die Musik zusammenhält, ist der Groove, die kleinen verspielten musikalischen Schmankerl in Form von flatternden Flöten und Keyboard-Overdubs und ihrer eindringliche Stimme.

Wider Rollenmuster und Klischees

"Ich wäre gerne ein weiblicher Helge Schneider", erzählt die Musikerin. Alte Rollenmuster, einengende Klischees, Schubladen und eben Genres - von denen möchte sich die Berlinerin auch im Musikalischen befreien. Im Interview mit Charlotte Oelschlegel erzählt Albertine Sarges von ihren Vorbildern, von inspirierenden Frauen und von ihrem neusten Hobby - Vogelrufen zu lauschen.

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