Ein junger Schimpanse, dessen Eltern von Wilderern ermordet wurden. © NDR/Felix Meschede

"Planet ohne Affen" - NDR Doku mit Prix Europa ausgezeichnet

Stand: 16.10.2021 11:32 Uhr

Der NDR Dokumentarfilm "Planet ohne Affen" wird mit dem Prix Europa als beste europäische TV-Investigation des Jahres 2021 ausgezeichnet.

Der Autor und Moderator Michel Abdollahi © Christine Liebold Foto: Christine Liebold
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Der Mensch macht Jagd auf Affenbabys. Kleine Schimpansen und Orang-Utans sind beliebt, Promis und Influencer posieren mit ihnen auf Instagram. Und auch die weltweiten Zoos sind hungrig und brauchen immer Nachschub. Doch woher kommen die Tiere?

"Planet der Affen" - der Film in voller Länge:

VIDEO: Planet ohne Affen (90 Min)

Affenhandel auf fast allen Kontinenten

Für die Dokumentation "Planet ohne Affen" machten Felix Meschede, Manuel Daubenberger und Michel Abdollahi auf die Suche nach weltweiten Netzwerken des kriminellen Affenhandels.

Im kongolesischen Regenwald, in Thailand, China oder den USA treffen Abdollahi und die Filmcrew auf erschütternde Schicksale und Dokumente illegalen Tierraubs.

Dichter Einblick in den Tierhandel

Der Prix Europa ist der wichtigste europäische Wettbewerb für Fernsehen, Radio und Online-Produktionen. Schirmherr ist das Europäische Parlament. Insgesamt waren 209 Programme nominiert. Die Preise in den 15 Kategorien gehen in insgesamt zwölf Länder.

"Es freut mich ganz besonders, dass die aufwendige und rechercheintensive Produktion 'Planet ohne Affen' als beste europäische Fernseh-Investigation ausgezeichnet wird", sagte NDR Fernseh-Programmdirektor Frank Beckmann. In der Dokumentation stecke sehr viel Herzblut aller Beteiligten. Der Film sei, so Beckmann, "ein unglaublich dichter und emotionaler Einblick in den weltweiten Tierhandel, der fast um die ganze Welt führt".

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 16.10.2021 | 06:20 Uhr