Stand: 06.05.2019 15:11 Uhr

SuedLink-Betreiber will über Trasse aufklären

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Reporter Marc Hoffmann (M.) beim Vor-Ort-Termin von NDR Info in Neustadt/Rübenberge.

Die geplante Stromtrasse Suedlink gilt als Hauptschlagader der Energiewende. Sie soll die aus Windkraftanlagen gewonnene Energie aus Norddeutschland von Schleswig-Holstein über Niedersachsen per Erdkabel bis nach Baden-Württemberg und Bayern bringen soll. Seit Februar steht fest, dass die Stromtrasse westlich an Hannover vorbei führen soll, auch vorbei an Neustadt am Rübenberge.

Im Rahmen der Aktion "Wünsch Dir Deinen NDR" haben die beiden NDR Info Reporter Charlotte Horn und Marc Hoffmann mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gesprochen - außerdem mit Politikern wie dem ehemaligen niedersächsischen Umweltminister Stefan Birkner (FDP), einer Vertreterin des Naturschutzbundes und mit einem Sprecher der Stromtrassen-Betreiberfirma Tennet.

Anwohner wünschen sich mehr Informationen

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Die meisten Anwohner fühlen sich noch nicht gut genug informiert - etwa über die Auswirkung des geplanten Erdkabels auf die Gesundheit oder die Art der Trassenführung auch über Ackerflächen von Landwirten.

Nach Angaben von Thomas Wagner, Sprecher von Tennet, geht es der Betreiberfirma darum, möglichst genau über Auswirkungen des Projekts zu informieren. Das Ziel der Planung sei es, die Sorgen der Anwohner mit einzubeziehen und auch die Umwelt und Natur so wenig wie möglich zu belasten. Daher führe die Trasse jetzt auch westlich von Hannover durchs Neustädter Land und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, durch Umweltschutzzonen östlich von Hannover.

Bis zum Sommer können Betroffene der Bundesnetzagentur noch ihre Bedenken melden. Bis zum Ende des Jahres entscheidet die Agentur voraussichtlich über die geplante Stromtrasse SuedLink.

Eine App verbindet Pfandflaschensammler mit "Abgebern"

Außerdem haben die beiden NDR Info Reporter am "Wünsch Dir Deinen NDR"-Tag auch vom Conti-Campus in Hannover berichtet. Dort haben sie mit Studierenden gesprochen, die die App Pfandgeben.de entwickelt haben.

Mit ihrer Hilfe können Flaschensammler direkt Kontakt aufnehmen zu Menschen, die viele Pfandflaschen zu Hause haben. Sie sparen sich so die Zeit, die Flaschen zurück in den Supermarkt zu bringen - und spenden gleichzeitig das Pfand für Menschen, die es dringend benötigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 04.05.2019 | 14:50 Uhr