Stand: 13.12.2016 10:38 Uhr

Süßkartoffeln: Darum sind sie so gesund

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Süßkartoffeln enthalten dreimal so viel Zucker wie Kartoffeln, lassen den Blutzuckerspiegel aber langsamer steigen.

Süßkartoffeln, auch Bataten genannt, sehen ähnlich aus wie Kartoffeln und werden auch so zubereitet. Doch während Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören, sind Süßkartoffeln Windengewächse, bei denen man die Blätter mitessen kann. Süßkartoffeln schmecken nicht nach Kartoffel, sondern sehr süß. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Zucker. Die Knollen gibt es in verschiedenen Formen und Farben - von bräunlich über orange bis weißlich.

Warum Süßkartoffeln gesund sind

Obwohl Süßkartoffeln viel mehr Stärke und fast dreimal so viel Zucker wie herkömmliche Kartoffeln enthalten, lassen sie den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen. Außerdem enthalten sie wenig Fett und viele Mineralstoffe und Vitamine:

  • Der Gehalt an Betacarotin in orangefarbenen Süßkartoffeln ist fast so hoch wie in Karotten. Der Körper wandelt Betacarotin in Vitamin A um, das zellschützend wirkt und die Abwehrkräfte stärkt. Betacarotin wird am besten aufgenommen, wenn die Süßkartoffeln mit etwas Fett gegessen werden.
  • Kein anderes fettarmes Nahrungsmittel liefert so viel fettlösliches Vitamin E, das die Zellen vor vorzeitiger Alterung schützt. 100 Gramm Süßkartoffeln decken ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin E.
  • Das reichlich enthaltene Kalium regelt den Flüssigkeitshaushalt im Körper: Es schwemmt überschüssiges Wasser aus und kann einen erhöhten Blutdruck senken.
  • Süßkartoffeln haben mehr Ballaststoffe als Kartoffeln. Darum machen sie länger satt und schützen vor Heißhungerattacken.

100 Gramm Süßkartoffeln haben 86 Kalorien und enthalten 55 Milligramm Natrium, 337 Milligramm Kalium, 25 Milligramm Magnesium, 1,6 Gramm Eiweiß, 2,4 Miligramm Vitamin C, 0,2 Milligramm Vitamin B6 und 30 Milligramm Calcium.

Süßkartoffeln lagern und zubereiten

Süßkartoffeln dürfen nicht zu kühl und nicht länger als ein bis zwei Wochen gelagert werden. Nur dann entfalten sie beim Kochen ihr leicht süßliches Aroma. Je nach Größe müssen sie 30 bis 45 Minuten gegart werden. Man kann sie auch roh genießen, zum Beispiel geraspelt oder in Stifte geschnitten im Salat.

Herkunft der Süßkartoffel

Nach Europa kam die Süßkartoffel Ende des 15. Jahrhunderts auf den Schiffen der Seefahrer um Christoph Kolumbus. Botaniker sind sich aber nicht einig darüber, ob die Heimat der Süßkartoffel wirklich Südamerika ist. Besonders beliebt sind Süßkartoffeln in den USA. Dort werden sie zum Beispiel als Beilage zum Thanksgiving-Truthahn serviert. In vielen tropischen und subtropischen Ländern gehören die länglichen Knollen zu den Grundnahrungsmitteln. Angebaut werden Süßkartoffeln auch in Italien, Spanien und Portugal. Der größte Produzent ist China, mit rund zwei Dritteln der gesamten Weltproduktion.

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