Stand: 29.10.2019 16:29 Uhr  - Hallo Niedersachsen

Auf dem Ahornweg durch den Teutoburger Wald

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Schloss Iburg liegt im Schnittpunkt der beiden Teilstrecken des Ahornwegs.

Fünf Aussichtstürme und drei Kurorte - das alles verbindet der Ahornweg im Teutoburger Wald südlich von Osnabrück. Ausgangs- und Mittelpunkt des Weges ist Bad Iburg. Der kleine Kurort liegt am Schnittpunkt einer Schleife, die der Wanderweg beschreibt. Die 100 Kilometer lange Route teilt sich in zwei Rundstrecken mit 40 und 60 Kilometern. Der Name Ahornweg geht zurück auf die vielen Ahornbäume in den umliegenden Wäldern.

Die kleine Runde im Westen

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Der Laubwald bietet zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Naturerlebnisse.

Die kleinere Runde lässt sich von geübten Wanderern als ausgiebige Tagestour bewältigen, bietet aber auch Möglichkeiten um abzukürzen. Von Bad Iburg führt sie über den Schlossberg zunächst in westliche Richtung hinauf auf den Urberg. Vom Kamm bietet sich ein Blick zurück auf Schloss Iburg, bevor es auf schmalen Pfaden durch den Wald weiter zum rund 200 Meter hohen Heidornberg geht. Die Route führt dicht an der Landesgrenze von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen entlang und leitet Wanderer auf den Boberg. Auf dem Weg zum Ort Hagen bietet sich nach rund zwölf Kilometern eine Wassertretstelle für eine Pause an. Der westlichste Punkt des Ahornwegs ist erreicht und die Route wendet sich wieder in nach Osten.

Schloss Iburg

Das Schloss geht auf eine fürstbischöfliche Residenz und eine Abtei der Benediktiner aus dem 11. Jahrhundert zurück. Der bekannte, 180 Quadratmeter große Rittersaal stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und kann besichtigt werden. Das Schloss gehört dem Land Niedersachsen und wird vielfältig genutzt, unter anderem als Museum, Konzertstätte und Behördensitz.

Rundblick vom Dörenberg

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Von den Höhen des Teutoburger Waldes bieten sich immer wieder schöne Blicke ins Tal.

Auf hügeliger Strecke führt der Weg über den Krusenpass am Fuß des Baumannsknollen entlang zum Varusturm auf dem knapp 200 Meter hohen Lammersbrink. Der Aussichtsturm sorgt für einen weiten Blick über den Ort Georgsmarienhütte bis nach Osnabrück. Auf dem nächsten Abschnitt gelangen Wanderer tief in den Wald über den Reremberg zum höchsten Punkt der Runde und der gesamten Region, den 331 Meter hohen Dörenberg. Dort steht mit dem Hermannsturm ein weiterer Aussichtsturm, der einen schönen Rundblick ermöglicht. Zunächst steil bergab, dann im Wechsel von Berg und Tal verlaufen die restlichen 15 Kilometer zurück nach Bad Iburg. Der steile Aufstieg zum Musenberg stellt noch eine Herausforderung dar.

Die große Runde zu den Bädern

Die zweite, längere Runde des Ahornwegs führt von Bad Iburg gut 60 Kilometer in südöstliche Richtung. Wer die Route im Uhrzeigersinn erwandert, quert zunächst zwei große Naturschutzgebiete an den Südhängen des Kleinen und des Großen Freeden. Dann geht es in Höhen zwischen 150 und 250 Metern stetig bergauf und bergab. Bei Hankenberge kreuzt der Weg die Autobahn 33, um dann fernab von Ortschaften durch den Wald nach Wellingholzhausen zu führen. Nach 20 Kilometern bietet sich dort ein Zwischenstopp an.

Am Gradierwerk von Bad Rothenfelde

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Das Gradierwerk im Kurpark von Bad Rothenfelde diente einst zur Salzgewinnung.

Hinter dem Ort geht es steil bergauf zum Gipfel des 220 Meter hohen Beutlings, auf dem ein weiterer Aussichtsturm steht. Von dieser östlichsten Stelle führt der Rundweg auf einsamen Pfaden zum Blauen See, mitten im Wald. Meist auf einem Kammweg, über mehrere Berge wie Steinegge, Schollegge und Wehdeberg, verläuft die Route durch die Borgloher Schweiz hinab nach Hilter, das zwischen Wiesen und Feldern liegt. Dort ist etwa die Hälfte der 60-Kilometer-Runde geschaffft. Mit Bad Rothenfelde folgt das zweite Heilbad an der Route. Wer mag, kann hier das mit 412 Metern Länge größte Gradierwerk Westeuropas besichtigen: Salzhaltiges Wasser läuft durch Tausende Schwarzdorn-Zweige und reichert dabei die Luft mit heilsamer Feuchtigkeit an.

Zurück nach Bad Iburg

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Der Baumwipfelpfad in Bad Iburg wurde zur Landesgartenschau angelegt.

Damit hat die Bäder-Etappe des Ahornwegs begonnen, denn nun sind es nur noch acht Kilometer nach Bad Laer. Auf dem Weg bietet sich der 23 Meter hohe Aussichtsturm Am Lüdenstein für einen Rundblick an. In dem kleinen Kurort können Besucher ebenfalls solehaltige Luft genießen und sich im Erlebnis-Kurpark entspannen. Die letzten 15 Kilometer zurück nach Bad Iburg führen dann durch eine sanft hügelige Wiesenlandschaft. Der Kurort hat 2018 die Landesgartenschau Niedersachsen ausgerichtet und die Erholungsflächen aufgewertet. Manches, wie ein 440 Meter langer Baumwipfelpfad in 32 Metern Höhe, ist erhalten geblieben.

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Der Ahornweg ist durchgehend mit einem schwarzen Rechteck mit weißem Ahornblatt gekennzeichnet. Weitere Informationen zu der Tour bietet eine Website des Tourismusverbandes Osnabrücker Land.

Karte: Der Ahornweg
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Hallo Niedersachsen | 30.03.2019 | 19:30 Uhr

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