Stand: 02.04.2019 10:04 Uhr  | Archiv

Das war die Landesgartenschau Bad Iburg

Blick vom Aussichtsturm auf das Gelände der Landesgartenschau in Bad Iburg. © Landesgartenschau Bad Iburg
Blumen, Rasenflächen und viel Wald dominierten das Gartenschaugelände.

Entspannen im Waldkurpark, ein Baumwipfelpfad und jede Menge Inspiration für den eigenen Garten: Bad Iburg blickt auf eine erfolgreiche Landesgartenschau Niedersachsen 2018 zurück. Statt der erwarteten 500.000 zählten die Veranstalter 587.000 Besuche. Der sogenannte Durchführungshaushalt habe einen Überschuss von 800.000 Euro erzielt. Wasser und Wald waren die bestimmenden Elemente, die sich an vielen Stellen der 25 Hektar großen Ausstellungsfläche rund um Schloss Iburg wiederfanden. Damit griff das 10.000-Einwohner-Städtchen seine Tradition als Kneipp-Kurort und seine idyllische Lage am Rand des Teutoburger Waldes auf - und präsentierte 180 Tage lang zugleich neue, moderne Ansätze, Natur, Gesundheit und aktive Erholung zu verbinden.

Baumwipfelpfad mit Weitblick

Kinder an einer Mitmachstation auf dem Baumwipfelpfad der Landesgartenschau in Bad Iburg. © Landesgartenschau Bad Iburg
Am Baumwipfelpfad informierten mehrere Spielstationen über den Wald als Lebensraum.

Das Gelände gliederte sich in fünf Bereiche. Die größte Fläche nahm der Waldkurpark mit 14 Lichtungen für Informationen und Ausstellungen zum Thema Wald ein. Besondere Attraktion war der neue, rund 440 Meter lange Baumwipfelpfad. Er führte Besucher in fast 30 Meter Höhe durch die Kronen verschiedener Baumarten wie Buche, Esche, Fichte und Kirsche. Einige der Bäume sind bereits 250 Jahre alt. Zum Pfad gehört ein Aussichtsturm, der einen schönen Blick über das Ausstellungsgelände bis zum Schloss bot. Der Wipfelpfad bleibt erhalten und ist ab dem 13. April 2019 wieder geöffnet.

Auch weitere Elemente der Gartenschau werden künftig zum Angebot des Kurorts gehören, andere werden abgebaut. Ein genaues Konzept gab es zum Abschluss der Veranstaltung noch nicht. Die nächste Landesgartenschau Niedersachsen findet 2022 in Bad Gandersheim statt.

Den Wald mit allen Sinnen genießen

EIne Frau liegt auf einer Liege auf der Landesgartenschau in Bad Iburg. © Landesgartenschau Bad Iburg
Auf Liegen an idyllischen Plätzen konnten Besucher den Wald mit allen Sinnen erleben.

Eine weitere Besonderheit im Waldkurpark war das Waldbaden - ein neuer Trend aus Japan. Mit Baden im eigentlichen Sinne hat das nichts zu tun. Beim Waldbaden geht es darum, den Wald mit allen Sinnen zu erleben, Kraft zu tanken und zu entschleunigen. Auf Lichtungen standen dafür Liegen und Badewannen - natürlich ohne Wasser - bereit.

Themengärten und Schmetterlingshaus

Auf den Blütenterrassen wuchsen im Wandel der Jahreszeit verschiedene Blumen. Zwölf Themengärten, ein Rosengarten und eine Blumenhalle gaben Einblicke in die aktuelle Arbeit von Gärtnern und Pflanzenzüchtern. Der Charlottensee-Park am Fuß des Schlosses war das Zentrum der Gesundheits-Aktivitäten mit Kneipp-Erlebnisbrunnen und -Spielplatz. Außerdem stand dort die Bühne für Musik- und Theaterveranstaltungen. Auf dem Schloss selbst blühte es im Konvent- und im Knotengarten. Der fünfte Abschnitt, die Tegelwiese, zeigte Bereiche eines Naturgartens wie Feuchtbiotop, Wildblumenwiese und Insektenhotel. Ein Erlebnisbereich lud zu Experimenten mit Wasser ein.

Karte: Gelände der Landesgartenschau in Bad Iburg

Bisherige Landesgartenschauen in Niedersachsen

Bad Zwischenahn: Der Kurort im Ammerland wurde 2002 auf Bitten des Landes erster Ausrichter einer Landesgartenschau in Niedersachsen. Die Schau wurde mit 981.000 Gästen ein großer Erfolg.

Wolfsburg: 2004 richtete die Industriestadt eine Landesgartenschau. 650.000 Besucher kamen zu der Veranstaltung, die für die Stadt rund 700.000 Euro teurer wurde als erwartet.

Winsen/Luhe: 2006 war die Stadt Ausrichterin - und empfing 536.000 Gäste. Der Steuerzahlerbund bemängelte ein Defizit von 1,6 Millionen Euro.

Bad Essen: Die vierte Landesgartenschau fand 2010 in dem Kurort bei Osnabrück statt und lockte 510.000 Besucher an - deutlich mehr als erwartet.

Papenburg: 2014 lud die emsländische Seehafenstadt ein. Die Schau war mit knapp über 500.000 Besuchern ein Erfolg. Allerdings wurde die Veranstaltung 3,4 Millionen Euro teurer als erwartet.

Bad Iburg: Mit einer "schwarzen Null", also ohne Defizit, endete die Schau 2018. Statt der erwarteten 500.000 Besucher kamen 580.000 Gäste auf das Gelände.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 11.10.2018 | 19:30 Uhr

Ein Holzstich nach Hermann Plüddemann von 1855 zeigt die Varusschlacht. © picture-alliance / akg-images

Mythos Varusschlacht: Wie besiegten die Germanen die Römer?

Der Kampf zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 nach Christus wirft noch immer Fragen auf. Seit 20 Jahren gibt das Museum in Kalkriese Einblicke. mehr

Wanderer zwischen Kiefern auf dem Wanderweg Dör't Moor © Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) Foto: Ingrid Krause

Ausflugstipps: Entdecke den Norden

Der Herbst ist ideal für ausgedehnte Spaziergänge durch den Norden. Einfach Wunschkriterien eingeben und Tipps bekommen. mehr

Urlaubsregionen im Norden