Das MARKK in Hamburg frontal gesehen © Paul Schimweg/MARKK

MARKK: Hamburgs Museum der Kulturen

Stand: 29.07.2020 10:28 Uhr

Das Hamburger MARKK (Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt) ist das ehemalige Museum für Völkerkunde. Es zeigt eine der größten Sammlungen außereuropäischer Kunstschätze in Europa.

Altägyptische Sarkophage, ein kunstvoll verziertes Versammlungshaus der neuseeländischen Maori und Goldschätze der Inka: Kunstwerke wie diese sind im MARKK zu sehen. Die Umbenennung ging einher mit einer umfassenden Neuausrichtung. Der neue Name soll den hohen kulturellen und künstlerischen Wert der Bestände betonen, während der frühere Begriff "Völkerkunde" nicht mehr mit Identität, Inhalten und Zielen in Einklang gestanden habe, so das Museum. Thematisiert wird dabei auch der kritische Umgang mit dem kolonialen Erbe. Eine eigene Sonderausstellung mit dem Titel "Erste Dinge" befasst sich dabei mit Objekten aus der Gründungsphase des Museums im 19. Jahrhundert.

Bedeutende Sammlungen außereuropäischer Kunst

Nachgebaute Maya-Zeremonie im Hamburger MARKK. © NDR.de Foto: Florian Wöhrle
Einige der vielen eindrucksvollen Exponate zeigt diese nachgebaute Maya-Zeremonie.

Die Dauerausstellungen des MARKK zeigen bedeutende Sammlungen mit Kunstschätzen der Inka und Maya, der Alten Ägypter und wertvolle Stücke afrikanischer Kunst. Zu sehen sind zudem Exponate aus Bali, aus der Südsee sowie der nordamerikanischen Indianer. Eine weitere Besonderheit ist ein mit kunstvollen Schnitzereien verziertes Versammlungshaus der neuseeländischen Maori aus dem 19. Jahrhundert, das sogenannte Haus Rauru. Insgesamt umfassen die Sammlungen Tausende Gegenstände, dazu Fotos, Filme und Tonaufnahmen aus allen fünf Kontinenten.

Donnerstags ab 16 Uhr freier Eintritt

Zum Programm gehören außerdem regelmäßige Sonderausstellungen sowie Thementage, Feste, Führungen und Vorträge. Für viele Ausländer, die in Hamburg leben, ist das Museum zu einem Treffpunkt geworden. Spezielle Angebote richten sich an Kinder: Sie können unter anderem als Fährtenleser die Kultur der nordamerikanischen Indianer erkunden oder in offenen Werkstätten eigene Kunstwerke gestalten.

Jeden Donnerstag hat das Museum bis 21 Uhr geöffnet. Besucher haben an diesem Tag ab 16 Uhr freien Eintritt.

Seit 1912 an der Rothenbaumchaussee

MARKK

Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
Tel. (040) 42 88 790

Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf der Website des Museums

Das Museum besteht bereits seit 1879. Unter dem Namen Museum für Völkerkunde entwickelte es sich aus einer ethnographischen Sammlung der Stadtbibliothek von 1842 und hieß später unter anderem "Culturhistorisches Museum". Sein erster hauptamtlicher Direktor, Georg Thilenius, setzte sich ab 1904 für ein eigenes Gebäude ein. 1908 bis 1912 entstand an der Rothenbaumchaussee das heutige Museum in der Architektur des späten Jugendstils.

Weitere Ausflugstipps
Besucher im Vortex-Tunnel des Museums der Illusionen in Hamburg. © NDR Foto: Irene Altenmüller

Wo Familien in Hamburg viel erleben können

Staunen, entdecken, mitmachen: Ausstellungen und Museen locken mit Angeboten für Groß und Klein. Ausflugsziele in Hamburg. mehr

Außenansicht der Hamburger Deichtorhallen. ©  imago/imagebroker

Kunstmeile Hamburg: Fünf Museen, ein Ticket

Fünf Hamburger Museen zwischen Alster und Hauptbahnhof bilden die Kunstmeile - und locken mit vergünstigtem Eintritt. mehr

Das MARKK, ehemals Museum für Völkerkunde in Hamburg. © MARKK Foto: Paul Schimweg

Kulturpartner: Museum am Rothenbaum

Das MARKK fördert die Wertschätzung für Kulturen und Künste der Welt. Im Zentrum des Programms stehen seine globalen Kunst- und Kulturbestände. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 01.07.2020 | 07:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Hamburg

Museen

drinnen

Erlebnis-Museen

Blick von der Elbe auf die Hamburger Landungsbrücken © NDR Foto: Kathrin Weber

Hamburg: Vielseitige Metropole am Wasser

Elbphilharmonie, Alster, Hafen und Parks: Hamburg hat viele Facetten, Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle. Tipps für Besucher. mehr

Urlaubsregionen im Norden