Stand: 04.06.2018 16:26 Uhr  | Archiv

Urban Gardening - Gärtnern in der Stadt

Pagalino Hannover Linden © NDR.de Foto: Agnes Bührig
Beim Urban Gardening ist auch Kreativität gefragt: ein besonderes Hochbeet.

Selbst gezogenes Gemüse, frische Kräuter und bunte Blumen: Immer mehr Stadtmenschen ohne Garten haben das Bedürfnis zu gärtnern. Urban Gardening nennt sich dieser Trend, der weltweit seit einigen Jahren anhält. Großstädter erobern sich brachliegende Flächen oder schaffen sich Räume, um gemeinschaftlich die Erde zu beackern. Die Motive sind vielfältig: Umweltaspekte, gestiegenes Ernährungsbewusstsein oder der Wunsch, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen - auch aus finanziellen Gründen. Bereits in den 70er-Jahren entstanden in New York die ersten "community gardens" - kollektive Gemüse- und Blumenbeete. Eine besondere Form dieser Bewegung ist das sogenannte Guerilla Gardening, bei dem hässliche und karge Flächen wie Industriebrachen mit Saatbomben begrünt werden.

Gemüse, Obst und Kräuter auf engem Raum anbauen

Aber auch viele Stadtbewohner mit Balkonen oder Terrassen wollen Tomaten und anderes Gemüse selbst anbauen. Mit den Hobbygärtnern der Urban-Gardening-Projekte haben sie eines gemeinsam: Der Platz zum Gärtnern ist begrenzt. Sie alle greifen deshalb auf kreative Ideen zurück, wie die Pflanzen möglichst platzsparend angebaut werden können. Dazu zählen Hochbeete, in denen auch Kartoffeln angebaut werden können, Pflanzbeutel oder vertikale Gärten. Aber auch in normalen Kübeln können Gärtner leckeres Obst wie Himbeeren und Gemüse und Kräuter auf Balkon und Terrasse anbauen.

Wer vor allem am gemeinschaftlichen Gärtnern interessiert ist, findet in in vielen Städten Urban-Gardening-Projekte sowie am Rande der Stadt Anbieter, die gegen Pacht ein Stück Acker zur Bewirtschaftung anbieten.

Dieses Thema im Programm:

Lust auf Norden | 01.06.2018 | 18:15 Uhr

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