Stand: 10.05.2019 09:05 Uhr

Tipps für die Rasenpflege im Frühjahr

von Uwe Leiterer
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Im Frühjahr ist Rasenpflege besonders wichtig.

Nach einem heißen, trockenen Sommer braucht Rasen eine gründliche Auffrischung. Denn selbst regelmäßiges Gießen kann nicht immer verhindern, dass Hitze und Trockenheit das Gras verdorren lassen. Oft werden auch die Wurzeln in Mitleidenschaft gezogen. Dann ist es wichtig, den Rasen im darauffolgenden Frühjahr gründlich zu sanieren.

Damit der Rasen sich wieder erholen kann, helfen diese Maßnahmen:

  • Rasen vertikutieren, um Verfilzungen durch Graswurzeln, Unkraut und Moos zu beseitigen
  • pH-Wert des Bodens neutralisieren, um eine Grundlage für gutes Wachstum zu schaffen
  • Rasen düngen, um Nährstoffmangel zu beseitigen
  • Kompost oder Bodenaktivator ausbringen als Grundlage für die Rasensaat
  • Rasensamen aussäen, dazu zertifiziertes Saatgut verwenden

Zwei Personen tauschen sich über Rasenpflege in einem Garten aus

Tipps für die Rasenpflege im Frühjahr

Markt -

Verfilzter Rasen braucht im Frühjahr besondere Pflege. Was hilft gegen Moos und Unkraut? Wie saniert man den Boden? Und was ist bei der Rasensaat zu beachten?

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Rasen vertikutieren gegen Moos, Graswurzeln und Unkraut

Moos, Graswurzeln und Unkraut können einen Rasenfilz bilden, der das Wachstum der Gräser behindert. Vertikutieren ist dann ratsam. Ein Vertikutierer ist eine Art Rechen mit scharfen Messern, die den Rasen zerschneiden und damit für Durchlässigkeit sorgen. Als Nebeneffekt zieht man mit dem Vertikutierer Moos aus dem Rasen. Vertikutieren mit der Hand ist äußerst anstrengend. Wer große Flächen hat, sollte sich im Baumarkt einen elektrischen Vertikutierer gegen eine Gebühr leihen (rund 30 Euro).

Moos im Rasen entfernen: Auf Eisendünger verzichten

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Moos im Rasen sollte man nicht mit Eisendünger entfernen.

Gegen Moos im Rasen empfehlen Baumärkte und Fachhandel seit Jahren Eisendünger und andere Mittel mit Eisen-II-Sulfat gegen Moos. Markt empfiehlt jedoch, diese Mittel nicht zu verwenden. Eisendünger kann für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein, ist hochgradig ätzend und zur Moosbekämpfung recht sinnlos. Alle Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide) haben eines gemeinsam: Wenn die Ursachen des Mooswachstums nicht beseitigt werden, kommt es immer wieder.

  • Schatten: Gras braucht Sonne. Moos wächst auch im Schatten. Wird ein Rasen zu stark beschattet, hilft auch die beste Behandlung nicht. Halbschatten kann man noch mit Rasensaatgut für den Schatten ausgleichen. Ab einem bestimmten Lichtmangel sollte man den Rasen in diesem Bereich aufgeben.

  • Nässe: Gras benötigt Feuchtigkeit, aber in einem vernünftigen Maß. Ist es immer zu feucht, faulen die Graswurzeln. Das kann an verdichtetem Boden liegen. Deshalb hilft es, ihn umzugraben und mit Bausand zu untermischen, damit das Wasser nicht stehen bleibt. Ist ein hoher Grundwasserspiegel die Ursache, sollte man die Rasenfläche besser anders nutzen.

pH-Wert des Bodens mit Kalk neutralisieren

Auf sauren Böden wächst Gras nicht gut. Liegt der pH-Wert eines Bodens unter 6 (neutral ist 7), bekommt der Rasen nicht mehr genügend Nährstoffe. Den pH-Wert kann man mit einem Schnelltest aus dem Baumarkt (ab fünf Euro) in fünf Minuten messen. Fällt der pH-Wert zu niedrig aus, kann man mit der Gabe von Rasenkalk die Säure neutralisieren. Ein Streuwagen (Miete: ab 10 Euro, Kaufpreis: ab 30 Euro) hilft bei der Dosierung. Unbedingt die Mengenangaben auf der Verpackung beachten. Ein Sack mit 20 Kilogramm Rasenkalk kostet ungefähr 10 Euro.

Rasen düngen, um Nährstoffmangel zu beseitigen

Rasen zieht die Nährstoffe aus dem Boden. Wer den Rasenschnitt nicht auf der Fläche belässt (mulchen), wirft mit jedem Rasenschnitt wichtige Nährstoffe auf den Kompost. Diese lassen sich mit Dünger ersetzen. Organische Dünger sind hier das Mittel der Wahl. Ihre Schwermetallbelastung ist deutlich geringer als bei Mineraldüngern. Gleichzeitig fördern organische Dünger das Bodenleben. Organische Dünger können direkt mit der Saat ausgebracht werden, mineralische nicht. Weiterer Vorteil: Man kann den Rasen direkt nach der Düngung wieder betreten.

Kompost oder Bodenaktivator auf dem Rasen ausbringen

Ist der Rasen vertikutiert, der pH-Wert überprüft und der Rasen gegebenenfalls nachgekalkt, wird vor dem Aussäen der Rasensamen Kompost oder Bodenaktivator ausgebracht:

  • Kompost ist organisches Material, das unter dem Einfluss von Luftsauerstoff, Bakterien und Pilzen vor allem zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O) abgebaut wird. Dabei wird Humus gebildet. Deshalb ist Kompost in erster Linie ein Bodenverbesserer, der als idealer Nährboden für Mikroorganismen gilt, Nährstoffe in der Humusschicht pflanzenverfügbar macht und somit als organischer Dünger wirkt.

  • Im Fachhandel sind außerdem Substrate erhältlich, die als Bodenaktivator bezeichnet werden. Das Granulat enthält zusätzlich Mineralstoffe und Mikroorganismen in konzentrierter Form.

Rasensamen aussäen: Zertifiziertes Saatgut verwenden

Ideal ist zertifiziertes Rasensaatgut, zum Beispiel RSM 2.3. Für 250 Quadratmeter Rasen braucht man Saatgut für rund 50 Euro. Das Saatgut kräftig durchmischen und nicht zu früh aussäen. Je höher die Bodentemperatur ist, umso besser keimt das Saatgut. Experten empfehlen, mit der Aussaat bis Mitte Mai zu warten. Das Rasensaatgut lässt sich mit einem Streuwagen gleichmäßig ausbringen.

Das kostet die Rasensanierung

Für die Sanierung eines 300 Quadratmeter großen Rasens hat Markt rund 200 Euro ausgegeben:

  • pH-Bodentest: 5,99 Euro
  • 30 kg Kalk:  27,75 Euro
  • 20 Kg organischer Rasendünger: 39,60 Euro
  • 30 kg Bodenaktivator: 68,85 Euro
  • 10 kg Rasenmischung RSM 2.3: 55,95 Euro

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 13.05.2019 | 20:15 Uhr

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