Stand: 30.06.2017 09:21 Uhr

Bambus: Ein Hauch von Asien im Garten

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Bambus eignet sich als Sichtschutz und kann als Hecke gepflanzt werden.

Asiatisches Flair im Garten - mit Bambus wird dieser Wunsch wahr. Doch das Gras sorgt nicht für nur das gewisse Extra, es ist zudem immergrün und eignet sich hervorragend als Sichtschutz. Wer beispielsweise keine Lust auf eine klassische Hecke aus Thuja oder Eibe hat, kann Bambus pflanzen. Das Angebot ist riesengroß: Es reicht von Bodendeckern, die maximal 30 Zentimeter groß werden, bis hin zu hochwachsenden Arten, die selbst in kälteren Gefilden bis zu zehn Meter in die Höhe sprießen. Auch bei Größe und Farbe der Blätter ist die Auswahl groß. Bambus ist optisch nie aufdringlich, lässt sich mit vielen Pflanzen kombinieren. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Sorte ausreichend winterhart ist.

Rhizomsperre für Flachrohrbambus notwendig

Am weitesten bei uns verbreitet sind zwei Bambusgattungen: Schirmbambus (Fargesia) und Flachrohrbambus (Phyllostachys). Sie unterscheiden sich einem besonders wichtigen Punkt: Die Wurzelstöcke der Fargesia-Arten bilden keine Ausläufer, sondern entwickeln sich horstartig, sie wachsen also kompakt. Im Gegensatz dazu bilden die Phyllostachys-Arten lange sogenannte Rhizome, sodass sich die Pflanze oft ungewollt im gesamten Garten ausbreitet.

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Bambus der Gattung Phyllostachys benötigt unbedingt eine Rhizomsperre, die die Ausbreitung des Wurzelstocks verhindert.

Um das zu vermeiden, sollte man beim Einpflanzen unbedingt eine Rhizomsperre ins Pflanzloch einbauen. Zu empfehlen ist eine zwei Millimeter dicke Folie aus Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE). Das Material ist als Rollenware erhältlich. Die Folie sollte - je nach Pflanze - mindestens 70 Zentimeter breit sein und das Pflanzloch seitlich begrenzen. Die Länge richtet sich nach dem Umfang der Pflanze: Die Wurzelsperre sollte in mindestens 1,50 Meter Abstand eingesetzt werden, damit sich die Pflanze gut entwickeln kann. Wichtig dabei: Die Sperre nicht ganz eingraben. Fünf bis zehn Zentimeter sollten die Ränder der Manschette aus dem Boden ragen, damit die Bambuswurzeln nicht darüberklettern können. Die beiden Enden der Folie mit einer Alu-Schiene verschrauben, damit das Rhizom die Folie nicht durchdringen kann.

Darauf kommt es beim Einpflanzen an

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Den Gartenboden bestimmen und verbessern

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Die beste Pflanzzeit für Bambus ist der Frühling, es ist aber auch möglich, ihn im Sommer oder Herbst zu setzen. Ein sonniger und warmer Standort, am besten windgeschützt, ist ideal. Der Boden sollte humos und durchlässig sein, Bambus wächst aber auch in sandigem oder schwerem Substrat. Stark verdichtete Böden sind nicht zu empfehlen, da schnell Staunässe entsteht. Das Pflanzloch sollte doppelt so groß wie der Durchmesser des Wurzelballens sein. Die Tiefe richtet sich nach Höhe des Ballens, nach dem Einpflanzen muss eine gerade Fläche entstehen. Es empfiehlt sich, im Fachhandel Blumenerde dazuzukaufen und im Verhältnis 1:1 mit der Gartenerde zu mischen. Beim Kauf des Substrats auf hochwertige Erde achten. In das Pflanzloch ein wenig Rinderdung oder gut abgelagerten Rindermist geben.

Abgefallenes Laub dient als Dünger

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Bambus-Lexikon

Private Website, die umfangreich rund um das Thema Bambus informiert. extern

Bambus hat einen hohen Nährstoffbedarf und sollte von April bis August mit stickstoffbetontem, aber salzarmem Dünger versorgt werden. Das herabgefallene Laub enthält Silizium und dient zusätzlich zur Nährstoffversorgung - es muss also nicht entsorgt werden. Da sich der Bambus alle fünf bis sieben Jahre erneuert und die abgestorbenen, verholzten Halme nicht von alleine abfallen, ist hier der Griff zur Gartenschere unerlässlich. Wächst der Bambus zu hoch, kann er im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Wichtig: Insbesondere im Winter benötigt die immergrüne Pflanze nach längeren Trockenperioden unbedingt Wasser.

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