Stand: 14.08.2016 11:30 Uhr  - Mein schönes Land TV

Zitrone, Lavendel und Farnkraut gegen lästige Insekten

Mücken, Fliegen, Wespen: Im Sommer können uns diese Lästlinge ganz schön ärgern. Oft helfen schon einfache Tricks, zum Beispiel Altbewährtes aus dem Rezeptbuch der Landfrauen.

VIDEO: Tipps zur Ungezieferbekämpfung (4 Min)

Zitrone und Zucker gegen Wespen

Eine Frau zeigt eine Wespenfalle aus Glas  Foto: Reinhard Bettauer
Gefüllt mit einer Zucker-Zitronensaft-Mischung lockt die Wespenfalle die Tiere an.

Das Aroma reifer Äpfel und Pflaumen finden Wespen im Hochsommer besonders anziehend. Doch auch Fleisch und andere Süßigkeiten ziehen die Tiere an. Gegen Wespen gibt es einen einfachen Trick: eine Wespenfalle, am besten eine aus Glas, mit Zuckerlösung. Zu Zucker und Wasser kommt eine halbe Zitrone, denn der Zucker lockt die Tiere zwar an, riecht aber nicht so stark. Die Zuckerlösung muss man in die Falle einfüllen, sodass der Boden gut bedeckt ist. Die Falle muss unten ein Loch haben. Die Tiere klettern hinein, können aber nicht mehr hinaus fliegen. Die Wespenfalle etwa zwei Meter abseits vom Tisch aufhängen. Dann stören die Tiere garantiert nicht mehr.

Lavendel gegen Motten

Nicht nur auf der Terrasse stören kleine Eindringlinge. Kleidermotten sind bis in den September hinein unterwegs. Mit Vorliebe nisten sie in Wolle, Pelzen und Polstermöbeln. Die Motten legen in den Stoffen ihre Eier ab. Der Nachwuchs ist auf eiweißreiche Nahrung angewiesen und ernährt sich vor allem von tierischen Fasern. Lavendel wirkt auf Motten besonders abschreckend. Damit die Mottenabwehr im Kleiderschrank auch ansprechend aussieht, kann man einen "Lavendel-Kolben" flechten. Dafür nimmt man rund 27 Lavendelstiele. Zuerst einige Stängel mit dem Flechtband fest schnüren und die Blüten fixieren, damit sie bei der weiteren Arbeit nicht stören.

Lavendel wird mit Band zusammengeflochten  Foto: Reinhard Bettauer
Sicher, wirksam, angenehm duftend, umweltfreundlich und dekorativ - Lavendelkolben helfen ganz einfach gegen Motten.

Die Stiele anschließend über die Blüten stülpen, sodass diese im Inneren gut eingeschlossen sind. Dann die Stängel in Bündel einteilen, am besten in eine ungerade Zahl. So ist das Flechtband in der nächsten Reihe versetzt und es entsteht ein dekoratives Flechtmuster. Das Band durch den Stängel führen und immer zwei rauf, zwei runter gehen. Wichtig ist, dass man eine ungerade Zahl an Stängeln hat, damit das Band dann in der nächsten Reihe versetzt ist.

Am Ende sind diese Blüten eingeschlossen und man hat einen tollen, ganz lang anhaltenden Duft. Am besten lassen sich die Stiele verarbeiten, wenn sie vorher einen Tag lang getrocknet sind. Mit ein bisschen Übung lassen sich auch größere Kolben gut flechten. Neben Lavendel helfen gegen Motten auch Waldmeister, Rainfarn und Zedernholz.

Farnkrautbrühe gegen Ameisen

Die Bekämpfung dieser Plagegeister ist schon schwieriger. Im Wald sind Ameisen nützliche Tiere. Im Garten und Haus werden sie zum Problem. Wenn man Ameisen wirklich einmal im Haus hat, ist es wichtig, dass man die Löcher verschließt, durch die sie reinkommen. Und dann kann man Ameisen auch gut bekämpfen, in dem man ihre Ernährer bekämpft. Das sind die Läuse. Ameisen ernähren sich von einer Zuckerlösung, welche die Läuse ausscheiden. Sind die Läuse weg, ziehen auch die Ameisen um. Um die Läuse von den Topfpflanzen an der Terrasse fernzuhalten, verwendet man selbst angesetzte Farnkrautbrühe.

Läuse gehen viel lieber auf schwache und kranke Pflanzen. Diese Brühe stärkt die Pflanzen, sodass die Läuse sich lieber woanders niederlassen. Auf 100 Gramm Farnkraut kommt 1 Liter Wasser: Auf das Farnkraut gibt man das kochende Wasser, dann den Farn 20 Minuten lang auf kleiner Flamme im köchelnden Wasser ziehen lassen. Schließlich die fertige Farnkraut-Brühe durch ein Leinentuch filtern, damit später die Düsen der Sprühflasche nicht mit Pflanzenteilen verstopfen. Nachdem die Brühe 20 Minuten lang gezogen ist, kann man sie bereits verwenden. Achtung: Den Farn nicht einfach im Wald sammeln, einige Arten stehen unter Naturschutz! Zudem ist wild wachsender Farn giftig, also entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen, von Kindern fernhalten und nicht einnehmen!

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Dieses Thema im Programm:

Mein schönes Land TV | 02.08.2020 | 11:30 Uhr

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