Das Sonntagskonzert

Beethoven, Webern, Lutosławski Mit Philipp Cavert

Sonntag, 12. Januar 2020, 11:00 bis 13:18 Uhr

Dirigentin Karina Canellakis im Porträt © Mathias Bothor
Dirigentin Karina Canellakis zählt neben Fabio Luisi und Sir Simon Rattle auch NDR EO Chefdirigent Alan Gilbert zu ihren Mentoren.

Von keinem Geringeren als Sir Simon Rattle wurde sie einst zum Dirigieren ermutigt: Die US-Amerikanerin Karina Canellakis steht in diesem Konzert erstmals am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Außerdem auf dem Podium: drei Solisten der Spitzenklasse - Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt -, die seit Jahren auch als erfolgreiches Trio auftreten.

Rarität für drei Solisten

Christian und Tanja Tetzlaff und Lars Vogt bilden die beste Voraussetzungen für Beethovens Tripelkonzert, eine Rarität für drei Solisten. Der Komponist schrieb das Konzert wahrscheinlich, um seinen Schüler, den Erzherzog Rudolph von Österreich, als Pianisten in ein Konzert einzubinden - ohne ihn zu sehr dem Rampenlicht auszusetzen.

Beethoven trifft auf das 20. Jahrhundert

Das Tetzlaff-Trio: Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt (v.l.n.r.) © Giorgia Bertazzi
Dreifach geballte Solisten-Power vereint: Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und Lars Vogt treten auch gemeinsam als Tetzlaff-Trio auf.

Ein weiteres neuartiges Genre prägte Beethoven später mit seiner Ouvertüre zum Schauspiel "Coriolan": Sie drückt so komprimiert die gesamte Handlung des Stückes aus, dass sie bald vom Theater in den Konzertsaal wanderte. Nicht ohne Grund wird die Musik des erfindungsreichen Wiener Klassikers - wie mehrfach in der Saison - auch in diesem Konzert anlässlich des Beethovenjahrs in Beziehung zu Werken des 20. Jahrhunderts gesetzt.

Anton Weberns "Sechs Stücke für großes Orchester" erzählen ebenfalls eine Geschichte: Der Komponist betrauert in atonalen Klangverschiebungen den Tod seiner Mutter; jedes der Stücke kennzeichnet eine Stufe im Trauerprozess. Mit Lutosławskis "Konzert für Orchester" steht schließlich das Werk eines weiteren modernen Komponisten auf dem Programm, der in den 1950er-Jahren in seiner avancierten Tonsprache durchaus Altmeistern wie Beethoven nacheiferte.

Das Programm am 12. Januar


Anton Webern
Sechs Stücke für großes Orchester op. 6
Ludwig van Beethoven
Konzert C-Dur für Klavier, Violine und Violoncello - Tripelkonzert -
Coriolan-Ouvertüre
Witold Lutosławski
Konzert für Orchester

Christian Tetzlaff Violine
Tanja Tetzlaff Violoncello
Lars Vogt Klavier
NDR Elbphilharmonie Orchester / Ltg.: Karina Canellakis

Live aus der Elbphilharmonie Hamburg

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