Starke Stücke

Böhmische Schwelgereien von Antonìn Dvořák

Dienstag, 17. November 2020, 13:00 bis 14:00 Uhr

Der tschechische Komponist Antonin Dvorak © picture alliance/akg-images Foto: akg-images
Antonìn Dvořák (1841-1904)

Die Sinfonie Nr. 6 D-Dur von Antonìn Dvořák wurde zu Lebzeiten des Komponisten als dessen erste Sinfonie veröffentlicht. Sie ist wie ihre Vorgängerin von starken böhmischen und tschechischen Einflüssen geprägt. Geschrieben hat Dvořák das Werk für die Wiener Philharmoniker und ihren Chefdirigenten Hans Richter. Kurzfristig wurde die Uraufführung im Dezember 1880 wegen einer Erkrankung Richters abgesagt. Dvořák vermutete jedoch eine anti-tschechische Haltung in Wien als eigentliche Ursache. Die Erstaufführung wenige Monate später in Prag wurde ein großer Erfolg. Die Tschechen nahmen die sechste Sinfonie so positiv auf wie bisher noch kein anderes Werk von Dvořák.

Ein derber tschechischer Tanz als Scherzo

Das Scherzo ist ein Furiant (ein derber tschechischer Tanz) und das Hauptthema des Schlusssatzes erinnert an die zweite Sinfonie von Dvořáks Mentor und Freund Johannes Brahms.

Für den späteren Solisten seines Cellokonzerts, Hanus Wihan, hat Dvořák bereits früher solistische Musik geschrieben. Das Rondo g-Moll schuf er auf Basis einiger Klavierstücke. Als wehmütiger Cellogesang mit Bläserbegleitung wirkt es allerdings noch überzeugender als im Original.

Das Programm

Antonín Dvorák

Sinfonie Nr. 6 D-dur, op. 60
Tschechische Philharmonie
Ltg.: Zdenek Mácal

Rondo g-Moll, op. 94
Jan Vogler (Violoncello)
Dresdner Kapellsolisten
Ltg.: Helmut Branny

Eine Sendung von Philipp Cavert

Weitere Informationen
Dach der Elbphilharmonie in Hamburg © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Ohde

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