Stand: 06.04.2017 12:00 Uhr

Umfrage: SPD bleibt stabil, CDU holt auf

Die SPD bleibt vier Wochen vor der Landtagswahl stärkste Partei in Schleswig-Holstein. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR. Könnten die Menschen im nördlichsten Bundesland bereits am kommenden Sonntag über den Landtag entscheiden, würden die Sozialdemokraten bei stabilen 33 Prozent landen. Die CDU käme auf 30 Prozent - das wären im Vergleich zur letzten NDR Umfrage im März 3 Prozentpunkte mehr für die Christdemokraten. Die Grünen lägen bei 12 Prozent (minus 2 Prozentpunkte).

Ergebnisse der NDR Umfrage im Detail

Weiter Mehrheit für Küstenkoalition

Die FDP käme laut Umfrage nach wie vor auf 9 Prozent der Stimmen. Für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW), der von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen ist, sprächen sich 3 Prozent (+/-0) der Befragten aus. Die Linke könnte im Vergleich zur letzten NDR Umfrage nicht zulegen und würde mit 4 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag verpassen. Die AfD hätte weiterhin 7 Prozent und wäre damit im Parlament vertreten. Die Piraten wären nicht mehr im Landtag. Sie haben derzeit sechs Abgeordnete im Parlament. Rein rechnerisch könnte die bestehende Regierung aus SPD, Grünen und SSW weiterregieren. Rot-Grün hätte im Vergleich zur März-Umfrage keine eigene Mehrheit mehr.

Direktwahl: Albig weiter in der Wählergunst vorn

Im direkten Vergleich liegt der Umfrage zufolge Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) weiter deutlich vor Herausforderer Daniel Günther (CDU). Könnten die Schleswig-Holsteiner ihren Regierungschef direkt wählen, würde der Amtsinhaber auf 51 Prozent kommen. CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther konnte seinen Wert gegenüber dem Vormonat zwar um 4 Prozentpunkte ausbauen, bleibt aber mit 25 Prozent deutlich hinter Albig, der sich um einen Prozentpunkt verbesserte.

Albig und Kubicki erhalten gute Noten

Überwiegend positiv (58 Prozent) wird in der Umfrage auch die Arbeit von Albig bewertet. 9 Prozent der Schleswig-Holsteiner sind sehr zufrieden, 49 Prozent sind zufrieden. Über CDU-Spitzenkandidat Günther sagen dies 3 beziehungsweise 24 Prozent der Befragten. Auf die höchste Zufriedenheit neben Albig kommt FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki: 11 beziehungsweise 46 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Auf dem dritten Platz liegt Monika Heinold von den Grünen, die insgesamt von 33 Prozent (5 und 28 Prozent) der Befragten gute Noten erhält.

Neue Umfrage

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Zufriedenheit mit der aktuellen Landesregierung weiter positiv

Kurz vor der Wahl sind nach der Umfrage knapp sechs von zehn Wahlberechtigten (57 Prozent; -5 Punkte gegenüber März) zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW. Knapp vier von zehn (40 Prozent; +7) üben Kritik. Wie finden die Befragten die Arbeit der Koalition in der Energiepolitik? Hier äußerten sich 54 Prozent eher zufrieden. Auch in der in der seit eineinhalb Jahren auf der Tagesordnung stehenden Flüchtlings- und Integrationspolitik finden die Wahlberechtigten 52 Prozent die Arbeit überwiegend gut. Ein eher geteiltes Echo bekommen SPD, Grüne und SSW aktuell dagegen für ihre Anstrengungen in der Haushalts- und Finanzpolitik (48:44 Prozent), bei der Kriminalitätsbekämpfung (46:49 Prozent) und in der Landwirtschaftspolitik (40:42 Prozent) - ebenso bei der Kinderbetreuung (39:42 Prozent). In der Schulpolitik sagen 63 Prozent, dass sie eher unzufrieden sind.

Wirtschaftliche Lage wird positiv beurteilt

Ihre eigene wirtschaftliche Lage beschreiben die Schleswig-Holsteiner aktuell überwiegend positiv: 16 Prozent bezeichnen ihre persönliche Situation als sehr gut, weitere zwei Drittel (68 Prozent) betrachten sie als gut.

Für die Umfrage wurden vom 30. März bis 4. April 2017 insgesamt 1.002 wahlberechtigte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner am Telefon befragt. Die statistische Fehlerquote liegt laut Infratest dimap zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.04.2017 | 12:00 Uhr

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