Eine Person bereitet eine Spritze mit Covid-19 Impfstoff vor. © picture alliance/dpa/Soeren Stache Foto: Soeren Stache

Großer Andrang bei AstraZeneca-Impfaktionen im Norden

Stand: 12.06.2021 12:27 Uhr

Das Land hat zusätzliche Sonder-Impfaktionen mit dem Impfstoff von AstraZeneca in Impfzentren gestartet. Die Nachfrage in Husum, Neumünster und Lübeck war hoch.

Seit gestern wird in Neumünster und Husum, ab heute auch in Lübeck. AstraZeneca verimpft - auch ohne Termin. Diese Sonder-Impfaktion läuft bis zum 30. Juni. Kommen dürfen alle, die volljährig sind.

Garg: "Rückmeldungen phänomenal"

In Neumünster waren gestern schon nach einer Stunde 150 Impfplätze für den Tag vergeben. Bis Freitagmittag waren alle 300 zur Verfügung stehenden Dosen vergriffen. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) ist zufrieden: "Die Rückmeldungen aus Neumünster sind phänomenal." Diese Aktion wird nun täglich wiederholt - auch in Husum.

VIDEO: Garg: "Jede Impfung hilft, die Pandemie zu bewältigen" (9 Min)

Auch Zweitimpfung möglich

Dort ist für die Sonderaktion ein mobiles Impfteam auf dem Messegelände. Die ersten Impfwilligen waren bereits zwei Stunden vor dem Start am Mittag vor Ort. Nach Angaben des Koordinators der Aktion, Bernd Petersen, ist es in Husum auch möglich, nur seine Zweitimpfung zu bekommen, egal wo man die erste bekommen hat. Voraussetzung: Die Impfung ist mindestens fünf Wochen her: "Jeder der kommt, wird aufgeklärt und wenn alles passt, geimpft."

Ausweis und Impfpass mitbringen

Die Impfaktion findet in Neumünster, Husum und Lübeck täglich von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr statt. Impfwillige müssen Ausweis und - wenn möglich - ihren Impfausweis mitbringen, sowie die Formulare von der Homepage des Gesundheitsministeriums für die Impfung mit einem Vektor-Impfstoff. Mit Wartezeiten muss bei den Aktionen gerechnet werden, je nachdem wie stark die Sonderaktionen in Anspruch genommen werden und wie viel Impfstoff verfügbar ist.

Die Zweitimpfung soll dann fünf Wochen später stattfinden - obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) die Zweitimpfung erst nach zwölf Wochen empfiehlt, da dies die Wirksamkeit erhöht. Zugelassen ist die Zweitimpfung aber für einen Zeitraum von vier bis zwölf Wochen.

Priorisierung fällt auch in SHs Impfzentren

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Wirkstoff von AstraZeneca in erster Linie Menschen über 60 Jahren zu spritzen. Bei jüngeren Menschen soll die Entscheidung im Aufklärungsgespräch mit dem Arzt getroffen werden. Wer aus den drei priorisierten Impfgruppen noch keinen Termin für eine Impfung bekommen hat, sollte sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums jetzt noch für einen Termin im Impfzentrum registrieren lassen. Genau wie jetzt bereits in den Hausarztpraxen wird die Priorisierung laut Gesundheitsministerium ab 14. Juni auch in den Impfzentren aufgehoben. Denn die Nachfrage in den ersten drei Gruppen sinkt.

Impfdosen werden an NRW ausgeliehen

Vor dem Hintergrund der begrenzten Haltbarkeit des AstraZenaca-Impfstoffes aus Dänemark bis zum 30. Juni und einer entsprechenden Anfrage wird Schleswig-Holstein zudem vorübergehend 20.000 Dosen AstraZeneca an Nordrhein-Westfalen ausleihen, die dort im Juni für erforderliche Zweitimpfungen genutzt werden.

Weitere Informationen
Auf einem Tablet wird die Wartezeit von 18 Sekunden bis zur Terminbuchung angezeigt. © Fotolia Foto: Preto Perola

Corona-Impfung in SH: Seit Montag können sich alle registrieren

Alle Impfwilligen können sich seit Montag online anmelden und bekommen automatisch einen Termin zugewiesen. mehr

Stühle stehen in einer Reihe in einem Impfzentrum. © Christian Charisius Foto: Christian Charisius

Corona-Impfung ohne Prio: Wo es schnell einen Termin gibt

Nun sind theoretisch alle berechtigt, eine Impfung zu bekommen. Wo das schnell gehen kann: Fragen, Antworten und Zahlen zur Impfkampagne in SH. mehr

Eine Ärztin impft einen Jugendlichen © Colourbox Foto: Volurol

Digitaler Impfpass: Hausärzte in SH befürchten Chaos

Laut ihrem Verband können Geimpfte nicht damit rechnen, den digitalen Impfnachweis rechtzeitig zu den Sommerferien zu bekommen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.06.2021 | 13:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Ein Warnschild an einem Baum weist auf die Waldbrandgefahr hin © Christine Raczka Foto: Christine Raczka

Steigende Waldbrandgefahr: Boden trotz Regen noch sehr trocken

Die heißen Tage haben den Waldboden extrem ausgetrocknet. Damit die Waldbrandgefahr nachhaltig sinkt, braucht es noch mehr Regen. mehr

Videos